Frauennetzwerk Fröndenberg

Tolle Premiere: Lesung mit Cornelia Ertmer beschert ein Versprechen

Die Stadtbücherei hat ihre Feuertaufe bestanden. Zum ersten Mal veranstaltete das Frauennetzwerk Fröndenberg dort am Mittwochabend eine Lesung. Die Autorin Cornelia Ertmer war zu Gast.
Auf Einladung des Frauennetzwerks Fröndenberg kam Cornelia Ertmer nach Fröndenberg, um ihre „Lieblingsorte im Sauerland“ vorzustellen.
Auf Einladung des Frauennetzwerks Fröndenberg kam Cornelia Ertmer nach Fröndenberg, um ihre „Lieblingsorte im Sauerland“ vorzustellen. © Dirk Becker

Wer sich auf die Suche nach dem Glück machen und dies im Sauerland finden will, der sollte das von Cornelia Ertmer und Anne-Kathrin Koppetsch herausgegebene Buch „Glücksorte im Sauerland“ gelesen haben. Sie stellen auf 168 Seiten insgesamt 80 Glücksorte vor – vom nahen Menden bis nach Willingen-Usseln.

Cornelia Ertmer war am Mittwoch auf Einladung des Frauennetzwerk Fröndenberg in der Stadtbücherei zu Gast. Sie stellte dort das Buch und insbesondere einen Teil der Glücksorte vor, die sie selbst beigesteuert hat. Der Fokus lag dabei auf dem Hochsauerland, denn in Olsberg-Gevelinghausen hat Ertmer Verwandtschaft, dort verbrachte die pensionierte Gesamtschullehrerin als Kind ihre Ferien.

Glücksorte bieten mehr als das, was im Buch steht

Zu jedem Ort gibt es im Buch ein Foto im Hochformat und einen Text. Eine Vorgabe des Droste-Verlags: 2000 Zeichen müssen es sein. „Das ist gar nicht so leicht. Ich konnte oft gar nicht alles schreiben, was mich an den Orten begeistert hat“, gab Ertmer zu. Die Glücksorte, die sie beschrieben hat, hat sie allesamt besucht – und das gemeinsam mit ihrem Mann. Der war für die Fotos zuständig, während die Autorin den Text erstellte.

Einige Glücksorte habe sie schon gekannt, auf andere sei sie durch Tipps anderer Menschen aufmerksam geworden. Nicht jeder Tipp wurde zum Glücksort. „Die Orte mussten schon etwas in mir auslösen“, sagte Ertmer. Andersherum hat sie nicht den Anspruch, dass alle im Buch beschriebenen Reiseziele auch für andere Menschen Glücksorte sind: „Deswegen haben wir 80 drin und nicht zwei oder drei.“

Glücksorte kann jeder auch selbst erkunden

Das Gute: Jeder Interessierte kann sich auf Ertmers Spuren begeben. Unter den Texten finden sich stets Kontaktdaten, genaue Adressen und die Möglichkeiten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu kommen. Auch das war eine Forderung des Verlags – und die Autorin gab zu, dass das nicht immer einfach herauszufinden war. Ihr absoluter Lieblingsort ist das Schieferbergwerk in Bestwig-Nuttlar – anders als andere Bergwerke sei es noch ursprünglich: „Es gibt nur das Bergwerk und einen selbst mit Helm und Stirnlampe.“

In der Fröndenberger Stadtbücherei wurde Platz geschaffen, indem Bücherregale zur Seite gerollt wurden. Die Lesung dort war ausgesprochen gut besucht.
In der Fröndenberger Stadtbücherei wurde Platz geschaffen, indem Bücherregale zur Seite gerollt wurden. Die Lesung dort war ausgesprochen gut besucht. © Dirk Becker

Heike Niemand, amtierende Vorsitzende des Frauennetzwerks Fröndenberg, freute sich über die tolle Resonanz, denn in der Bücherei war kaum noch ein Platz frei. „Das ist sicher nicht die letzte Lesung“, kündigte sie mit einem Dank an Büchereileiterin Doris Wehowski an. Vielleicht kommt ja sogar noch einmal Cornelia Ertmer, denn im nächsten Jahr soll „Glücksorte am Hellweg“ erscheinen. Und dann sei auch Fröndenberg im Buch, versprach sie – und erkundigte sich schon mal, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bausenhagen gelangt. Die Antwort kam prompt: „Mit dem Bürgerbus.“

Das Buch

„Glücksorte im Sauerland“ haben Cornelia Ertmer und Anne-Kathrin Koppetsch im Droste-Verlag veröffentlicht. Das 168 Seiten starke Buch kostet 14,99 Euro und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-7700-2136-9).

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