Dorothee Wiewel vom Reisebüro Wiewel empfiehlt jungen Familien die Flex Tarife. Diese ermöglichen es, den Urlaub sicher und flexibel zu planen. © Charlotte Schuster
Reisen und Corona

Reisen trotz Corona: Deshalb sollten Familien schon jetzt ihren Urlaub buchen

Sonne, Strand und Meer - das wünschen sich momentan wohl die Meisten. Werner Reisebüros geben Tipps, was Familien bei der Urlaubsplanung und Buchung hinsichtlich Corona beachten sollten.

Die Corona-Pandemie hat die Reisebranche weiter fest im Griff: Das Thema Reisen in der Corona-Pandemie verunsichere die Werner. Dabei gebe es einige Möglichkeiten, die Buchung sicher zu organisieren und im Notfall, sein Geld zurück zu erhalten. Werner Reisebüros erklären, wie der langersehnte Urlaub ohne Risiko klappen kann.

Frühes Buchen ist wichtig – insbesondere für Familien

Momentan ist das Reisen mit vielen Auflagen wie Quarantäne und Testpflicht verbunden. Für einige Länder gelten Reisewarnungen. Im Sommer könne das aber schon wieder ganz anders aussehen.

„Es macht Sinn, jetzt zu buchen, weil momentan super Frühbucherrabatte angeboten werden”, erklärt Petra Schmiedeknecht, die Teamleiterin des Reisebüros Lunemann. Aufgrund der aktuellen Situation wurden diese Rabatte bis Ende März verlängert.

„Spontan buchen ist schwierig – insbesondere für junge Familien. Die sind schließlich an die Ferien gebunden”, sagt Dorothee Wiewel vom Reisebüro Wiewel. Die Kapazitäten seien längst nicht so hochgefahren wie die Jahre zuvor. „Alle die, die auf Nummer sicher gehen möchten, sollten jetzt schon buchen”, führt sie fort.

Flex Tarif bietet nötige Sicherheit

Zusätzlich können sich die Reiselustigen einen Flex-Tarif dazu buchen. Dieser ermögliche es, bis 14 Tage vor der Abreise ohne Angaben von Gründen, den Urlaub kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Im Falle einer Stornierung werde der gesamte Reisepreis inklusive des Aufpreises für den Flex-Tarif erstattet. „Der Flex-Tarif bietet ein Höchstmaß an Flexibilität und Sicherheit. Man geht kein Risiko ein”, sagt Petra Schmiedeknecht.

Viele Veranstalter verzichten deshalb auch auf die Anzahlung und ziehen die Zahlung erst zwei Wochen vor dem Urlaub ein. Andere Veranstalter nehmen eine Anzahlung von 20 Prozent. Diese würden die Leute aber zurückbekommen, wenn sie die Reise stornieren – das sei sicher.

„Durch den Flex-Tarif kommt es auch nicht zu der Situation, dass alle abwarten müssen, wie der Veranstalter oder die Regierung handelt. Der Kunde kann jetzt aktiv mitentscheiden”, verdeutlicht Wiewel.

Kosten des Flex Tarifs geht nach Preisstafel

Heidrun Wagner-Peters vom Reisebüro Wagner erklärt, dass die Kosten des Flex Tarifs abhängig von dem Reiseanbieter sowie von dem gebuchten Reisepreis seien. Zur Berechnung der Kosten werde der Reisepreis der Teilnehmer exklusive Abzug von Rabatten sowie zusätzlich gebuchter Leistungen berücksichtigt.

„Bei TUI ist es zum Beispiel so, dass der Flex-Tarif bei einem Reisepreis bis 2500 Euro 39 Euro Aufpreis kostet. Je teurer die Reise ist, desto teurer ist auch diese Versicherung”, erklärt Wagner-Peters.

Zusätzlich empfiehlt Dorothee Wiewel, eine Krankenversicherung abzuschließen, wenn man ins Ausland reist. Auch eine Reiserücktritts-Versicherung sei wichtig. Die Versicherer bieten auch spezifische Corona-Versicherungen an. „Da muss man aber ganz individuell für den Kunden schauen, was er möchte und was man anbieten kann”, erklärt sie.

Urlaubsorte für Familien in der Corona-Pandemie

Sich auf das perfekte Urlaubsziel zu einigen, fällt wohl den meisten Familien schwer. Die Corona-Pandemie erleichtert diese Entscheidung nicht. Es kommt nicht mehr nur darauf an, wohin man gerne verreisen möchte, sondern auch darauf, wohin man überhaupt reisen darf.

„Urlaube in Griechenland oder in der Türkei sind für Familien generell sehr gut”, hilft Schmiedeknecht. In der Türkei gebe es viele Aktionen für Kinder, wie animierende Sportangebote. In der Sommerzeit ist es dort jedoch sehr heiß, weshalb die Türkei sich insbesondere für Familien eher in den Herbstferien anbiete.

Auch Heidrun Wagner-Peters empfiehlt Griechenland. „Dort konnte man im letzten Jahr bis zum Schluss hinreisen – egal, ob nach Cos, Kreta oder Rhodos”, sagt sie. Dorothee Wiewel sagt, dass der Trend momentan nach Deutschland, Österreich sowie Spanien gehe. „Portugal ist momentan noch zu durch die starken Infektionen. Aber auch das ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel”, führt sie fort.

Finger weg von Kreuzfahrten?

Im vergangenen Jahr seien Kreuzfahrten sehr beliebt bei den Deutschen gewesen. Diese sollen auch 2021 wieder möglich sein, indem alle vorab getestet werden und „man sich in einer Blase bewegt sowie nur noch mit der Reisegruppe unterwegs ist”, sagt Schmiedeknecht.

Das bedeute jedoch auch, dass die Passagiere keine Ausflüge mehr auf eigene Faust unternehmen können. „Die Redereien sind sich sicher, dass das funktioniert. Ich wäre da vorsichtig”, sagt sie.

Reisen lieber erst wieder ab Sommer in Angriff nehmen

In den Osterferien zu verreisen, sei schwierig, weil die Politik bisher dagegen steuere, erklärt Schmiedeknecht. „Ich gehe davon aus, dass es in den Sommer- und Herbstferien aber wieder möglich sein wird. Ansonsten wird die gesamte Reisebranche wohl einpacken können”, führt sie fort.

Wiewel ist auch der Meinung, dass diese Osterferien nicht der optimale Reisezeitraum für Familien sei. Es werde erst langsam gelockert. Die Hotels müssten erstmal wieder aufmachen und das würden sie nicht auf einen Schlag tun. „Das heißt, diese ganze Urlaubsstimmung und das ganze Land ist noch etwas im Schlaf. Wenn wir die Sommersaison und die Herbstferien mitnehmen, das ist schon ein ganz gutes Ziel”, sagt sie.

„Man merkt, dass die Leute weg wollen”

In den letzten drei Wochen haben sich die Anfragen beim Reisebüro Lunemann gehäuft. „Man merkt, dass die Leute weg wollen und total heiß auf Urlaub sind”, sagt Schmiedeknecht. Die Meisten buchten für die Sommer- und Herbstferien. Teilweise werde aber auch schon der Urlaub für 2022 geplant, da einige Redereien die Möglichkeit auf Umbuchungen anböten.

„Die Buchungen sind noch sehr übersichtlich. Die Leute wollen noch ein bisschen abwarten”, sagt Wagner-Peters. Im Moment habe sie vergleichsweise ungefähr 10 Prozent von den Buchungen im vergangenen Jahr.

Die Beratung der Reisebüros findet momentan telefonisch und per Mail statt. „Ich schicke den Kunden E-Mail-Angebote, dann können sie mich anrufen, ich schicke ihnen die Verträge per E-Mail, sie unterschreiben die. Alles ganz unkompliziert”, erklärt Wiewel.

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