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Neues Leben in St. Konrad: Verwaltung gesegnet, aber Warten auf Kapelle

Am Standort der einstigen St. Konrad Kirche wurde das neue Gebäude der Zentralrendantur im kleinen Rahmen feierlich gesegnet. Am Ende der Zeremonie gab es sogar eine Überraschung.
Pfarrdechant Jürgen Schäfer segnete das Gebäude der Zentralrendantur sichtlich mit Spaß. © Pascal Löchte

„An Gottes Segen ist alles gelegen“, sagt Pfarrdechant Jürgen Schäfer mit einem Lächeln bei der kleinen feierlichen Einweihung der Zentralrendantur auf dem Gelände der einstigen Kirche St. Konrad in der Stockumer Straße.

Die Zentralrendantur beherbergt die Finanzverwaltung der Dekanate Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dauerhaft ihren Arbeitsplatz in der neuen Verwaltung.

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St. Konrad in Werne: Zentralrendantur feierlich gesegnet, in der Kapelle laufen die Bauarbeiten noch

Feierliche Segnung fällt kleiner aus

Eigentlich war eine größere Feier geplant. Wegen der Corona-Pandemie finde diese nun im kleineren Rahmen statt, erklärt Peter Middelhove, Leiter der Zentralrendantur.

„Wegen der Hygiene- und Abstandsvorschriften können daran leider nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmen. Aber wir planen im Frühjahr 2021 einen „Tag der offenen Tür“, stellt der 50-jährige Verwaltungsfachwirt in Aussicht.

Zeremonie im Freien

Nach einer kurzen Andacht wurden am Freitag, den 9. Oktober, die neuen Räumlichkeiten der Verwaltung durch Dechant Claus Themann und Pfarrdechant Jürgen Schäfer gesegnet.

Dafür trafen sich die Mitarbeiter und die beiden Geistlichen im Freien vor dem neuen Gebäude. An dieser Stelle erinnert eine kleine improvisierte Holztreppe an die Bauarbeiten. „Nichts hält länger als ein Provisorium“ ist auf einem Stück Papier am Geländer zu lesen.

Lockere Stimmung und Erleichterung

„Das Gefühl ist, dass das Ganze nicht wahr ist. Es ist fast alles fertig, vier bis fünf Jahre hat es jetzt gedauert“, zeigt sich Jürgen Schäfer erleichtert. In seiner Ansprache bedankt er sich auch bei den Mitarbeitern, die aus drei Rendanturen eine Einzige gemacht haben. Dies sei keine leichte Aufgabe gewesen.

„Es war für die Menschen rund um St. Konrad sicherlich nicht einfach, sich auf diesen Schritt einzulassen. Wir haben viele, auch kontroverse Diskussionen geführt”, sagt der Pfarrdechant, „aber selbst ein großer Kritiker hat mir gesagt: Das wird ja richtig schön“. Für Jürgen Schäfer ist diese Aussage das größte Lob, das man kriegen kann.

Zeremonie endet mit Geschenkübergabe

Nach dem kurzen Gottesdienst inklusive gemeinsamen Singen ging es an die Segnung des Gebäudeabschnitts. Pfarrdechant Jürgen Schäfer gab dem Gebäude von außen seinen Segen und auch den einzelnen Büros im Innenteil.

Claus Thelmann ist Vorsitzender des Verbandes der katholischen Kirchengemeinden in den Dekanaten Hamm-Nord, Lüdinghausen und Werne. In dieser Funktion überreichte er als Überraschung der Zentralrendantur noch ein Geschenk in Form eines Briefumschlages. „Das ist für euren Eingangsbereich. Der erste Obulus für ein Kreuz.“

Die Bauarbeiten gehen an anderen Stellen weiter

Derweilen gehen die Bauarbeiten an den anderen Teilen des Gebäudes weiter. So soll bis zum 4. Dezember auch die Kapelle im ehemaligen Kirchturm der St. Konrad Kirche fertig sein. „Wir liegen in der Endphase. Es wird kleiner als vorher, aber dafür moderner. Wir sind im 21. Jahrhundert angekommen“, freut sich Jürgen Schäfer auf den Neubau der Kapelle.

Dass der neue Gebetsraum künstlerisch wertvoll sein wird, da ist sich der Pfarrdechant sicher: „Wir arbeiten mit dem Mönch Peter Abraham zusammen. Der ist Kunstschmied und für wertige, christliche Arbeiten bekannt.“

75 Gläubige sollen in dem Gottesdienstraum Platz finden: „Ohne Coronavorschriften. Die Glaswand zum Eingang lässt sich öffnen, so dass wir dann noch mehr Stühle stellen können“, erklärt der Jürgen Schäfer. Insgesamt soll die Kapelle durch neue Fenster und ein ausgeklügeltes Lichtsystem ein heller Raum werden, der barrierefrei zu erreichen sei.

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