Christopher Koch (in grün) war einer von drei Stockumern, die sich verletzten. © Sprenger
Fußball

Stockum startet bei klarer Pleite zu zehnt und verliert noch drei weitere Spieler

Für den A-Ligisten sieht es weiter düster aus: Gegen den Hammer SC verliert der SV Stockum nicht nur die Begegnung, sondern auch drei weitere Spieler mit Verletzungen.

Es ist erst der dritte Spieltag und doch ist die Lage beim SV Stockum recht düster. Gegen Uentrop II holte der A-Kreisligist zwar unter der Woche einen Punkt, beim 0.4 gegen den Hammer SC war die Mannschaft von Trainer Jürgen Welp allerdings chancenlos. Bedenklich ist aber vor allem die personelle Lage an der Boymerstraße: Die ohnehin schon arg ausgedünnte Stockumer Truppe hat noch drei weitere Spieler durch Verletzungen verloren.

Das Spiel war kaum angepfiffen, da zappelte der Ball bereits im Netz hinter SV-Keeper Andreas Betke. Nach ungefähr dreißig Sekunden brachte sich die Stockumer Defensive selbst in die Bredouille, Gäste-Stürmer Gara Abdo bedankte sich mit dem Führungstreffer.

Besonders kurios – zu dem Zeitpunkt spielte Stockum mit nur zehn Spielern: Der SV startete mit der allerletzten Rumpf-Truppe. Michael Mroz, Trainer der zweiten Mannschaft, betrat erst nach dem Gegentor das Feld. Nach neunzig Minuten für die Zweite schaffte er es nicht rechtzeitig auf den Platz.

Nicola Berger erlebte den Großteil des Spiels vom Seitenrand.
Nicola Berger erlebte den Großteil des Spiels vom Seitenrand. © Sprenger © Sprenger

Der Start hätte sinnbildlicher nicht sein können. Dass Stockum einen kleinen Kader hat, ist hinlänglich bekannt. Das zweite Saisonspiel musste bereits abgesagt werden, weil der SV keine elf Mann zusammen bekam. Das war auch gegen den Hammer SC keine Selbstverständlichkeit: Nur mit Mroz‘ Hilfe hatte Welp eine komplette Mannschaft zusammen. Wäre nicht weitere Unterstützung aus der Zweiten anwesend, hätte das Spiel wohl abgebrochen werden müssen.

Denn gleich drei Stockumer – Nicola Berger, Hüseyin Yilmaz und Christopher Koch – verletzten sich im Laufe der Begegnung. Spieler der Reserve halfen aus, nachdem sie bereits neunzig Minuten in den Knochen hatten.

Die personelle Konstellation gepaart mit dem Gegentor nach wenigen Augenblicken sorgten im Grunde von Beginn an dafür, dass es für Stockum nur darum ging, den Schaden möglichst gering zu halten. Das klappte in der ersten Hälfte nur bedingt: Hamm kam durch einen direkten Freistoß (26. Minute) und durch einen Schuss in den Winkel (32.) zu weiteren Toren.

Nach dem Seitenwechsel passierte dann kaum noch etwas. Nach 73 Minuten hatte Stockum seine beste Chance des Spiels, als Soufiane Saffour auf links durchbrach, aus aussichtsreicher Position dem Torwart den Ball aber in die Arme schoss.

Welp: „Hoffentlich ist es dann noch nicht zu spät“

Den Schlusspunkt auf eine über weite Strecken biedere zweite Hälfte setzten die Gäste – Torschütze Felix Berndt schob allerdings aus einer Position ein, die sehr nach Abseits roch.

„Wir haben alles gegeben, mehr war einfach nicht drin“, bilanzierte Welp nach dem Abpfiff. Der Stockumer Trainer ahnt bereits, dass es auch in den kommenden Wochen nicht rosiger aussieht. Durch die drei neuen Verletzten wird die Spieler-Auswahl schließlich nicht größer. „Wir müssen hoffen, dass sie schnell wiederkommen. Sonst wird es wirklich problematisch“, prognostiziert er. Problematisch ist es aber auch jetzt schon. „Es ist eine schwierige Situation, die sich in den nächsten Wochen wohl nicht ändern wird“, so Welp, der düster abschließt: „Hoffentlich ist es dann noch nicht zu spät.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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