Die Fußballer des Werner SC sind seit Längerem unzufrieden mit der Platzanlage am Lindert. Nun verdeutlicht der WSC II diese Kritik. © Jörg Heckenkamp
Sportanlage am Lindert

#lasstunsnichtimRegenstehen: Werner SC II fordert schnelle Verbesserungen im Lindert

Seit Jahren fordert der Werner SC eine Unterstell-Möglichkeit am Lindert. Die Stadt versprach Hilfe - nahm nun aber den Verein in die Pflicht. Darauf reagierte die zweite Mannschaft jetzt.

Fußballfans des Werner SC müssen in den kalten Monaten des Jahres teilweise besonders hart gesotten sein. Denn in der Sportanlage am Lindert gibt es für die Zuschauer und Besucher keine Unterstell-Möglichkeit direkt am Platz. Nun verleiht der Werner SC II der Forderung nach der Errichtung einer solchen mit einem Video Nachdruck.

Auf Instagram veröffentlichte der Werner SC II, die sich selber WSC Classic Team nennen, unter dem Motto #lasstunsnichtimRegenstehen ein Video. Darin fordert das Team von Trainer Marc Schwerbrock eine schnelle Lösung.

In dem Video, das aus mehreren Fotos zusammengesetzt ist, sind mehrere Angebote zu sehen. Diese reichen dabei von 2000 bis 25.000 Euro, vom Fahrradunterstand bis hin zu einer kleinen Tribüne mit Sitzmöglichkeit. „Kommen ältere Leute zu Spielen oder Eltern nachmittags bei ihren Kindern zum Training und es fängt an zu regnen, kann man sich nirgendwo unterstellen“, klagt Schwerbrock an.

Das ganze Thema ist dabei kein Neues. Schon seit Jahren fordert der Verein eine Unterstell-Lösung für Zuschauerinnen und Zuschauer am Lindert. Bei der Jahreshauptversammlung Ende August erklärte der Vereinsvorsitzende Oliver Grewe nun, dass die Stadt dazu aber den Verein selber in die Pflicht nimmt. Der soll nämlich Angebote vorlegen, die die Stadt dann prüfen will. Gesagt, getan beim Werner SC II.

Kalte, nasse Tage stehen vor der Tür

„Wir haben einfach mal so zum Spaß Angebote rausgesucht. Zum Beispiel so einen Fahrradunterstand, das würde ja schon reichen und wäre keine große preisliche Frage“, schlug Marc Schwerbrock vor. Dabei wäre auch die Baumaßnahme kein Aufwand.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist für Schwerbrock dabei nicht zufällig gewählt: „Wir haben uns gedacht, dass wir jetzt etwas Druck machen, weil jetzt geht es ja wieder los mit den kalten Tagen.“ Unter anderem wurde so das Landesliga-Derby vom Werner SC und SV Herbern von Sonntag auf Freitagabend (8.10.) vorverlegt.

Marc Schwerbrock ist Spielertrainer des Werner SC II.
Marc Schwerbrock ist Spielertrainer des Werner SC II. © Johanna Wiening © Johanna Wiening

Bei schlechtem Wetter wäre die einzige Unterstellmöglichkeit dann oben am Vereinsheim. „Aber da ist dann ja der kleine Platz vor dem Spielfeld. Da hat auch einer bei der Planung nicht mitgedacht. Man kann ja sich nicht 50, 60 Meter vom Spielfeld wegstellen und dann das Spiel ordentlich gucken“, kritisiert der Spielertrainer. Die Konsequenz sei dann, dass gerade ältere Zuschauer oder Eltern bei schlechtem Wetter wie Regen oder Schnee nicht kämen.

Auch andere Themen stören Schwerbrock, wie die wenigen Kabinen und der schlechte Kunstrasen im Lindert. Dennoch möchten er und sein Team jetzt erstmal die kurzfristigen Verbesserungen in Angriff nehmen: „Man muss keine 200.000 Euro investieren oder eine megagroße Tribüne bauen, sondern erstmal kleine Sachen machen. Die könnten wir im Verein ja auch selber umsetzen, weil es an Manpower nicht scheitern soll.“ Vielleicht würde sich ja auch ein Unternehmen finden, das den WSC bei der Maßnahme unterstützen würde, schlug Schwerbrock vor.

Um alles schnell in die Wege zu leiten, hat der WSC II auch das Instagram-Profil von Bürgermeister Lothar Christ in dem Post markiert. Schwerbrock sieht jetzt nämlich wieder die Verwaltung in der Pflicht: „Ich kann denen 100 Angebote geben, ich weiß ja auch nicht, was baulich überhaupt machbar wäre.“

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin
1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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