Detlef Mack ist vorerst kein Trainer der Herberner Damen mehr. © Helga Felgenträger
Fußball

Hiobsbotschaft in Herbern: Detlef Mack ist nicht mehr Damentrainer – mindestens vorübergehend

Schon vor einigen Wochen hatte Detlef Mack einen Teil-Rückzug aus seinem Traineramt bei den Damen des SV Herbern verkündet. Nun ist der Coach komplett raus - zumindest vorübergehend.

Es ist aktuell keine einfache Situation bei den Herberner Damen. Trainer Detlef Mack hatte vor einigen Wochen bereits angekündigt, sich teilweise vom Traineramt bei den Bezirksliga-Fußballerinnen zurückzuziehen. Dann teilte er sich die Position mit Sven Spigiel und Jürgen Große-Budde. Nun hat Mack sein Traineramt aber komplett niedergelegt – zumindest vorerst.

Aber von vorn. Das Problem: Detlef Mack ist unter der Woche beruflich in Magdeburg eingespannt – die Trainingseinheiten montags und mittwochs sind für ihn also nicht mehr stemmbar. Die Dreierkonstellation mit Sven Spigiel und Jürgen Große-Budde schien die perfekte Lösung zu sein.

Doch am Samstag informierte Mack den Verein: Die neue Regelung sei für ihn nicht machbar. „Da geht es nicht nur um die Entfernung“, erklärt der Jugendvorsitzende Toni Brockmeier, der auch für die Damen verantwortlich ist. „Er ist einfach arbeitstechnisch auch viel stärker eingespannt, als er vorher erwartet hatte.“

Das hatte schon in der vergangenen Woche Konsequenzen. „Da hatte Detlef schon arge Probleme, zum Abschlusstraining zu kommen“, so Brockmeier. „Das ist aber natürlich wichtig, damit er mit Jürgen und Sven besprechen kann, wie die Trainingswoche lief.“

Daraus zogen Verein und Trainer nun die Konsequenzen. Vorerst werden Jürgen Große-Budde und Sven Spigiel, im Hintergrund von Laura und Mieke Brockmeier unterstützt, die Mannschaft weiter trainieren. „Wir haben noch mit einem dritten potenziellen Trainer gesprochen“, so Brockmeier. „Das entscheidet sich in den kommenden Wochen, ob das was wird.“

Doch egal, ob mit oder ohne neue Unterstützung: Mit der Konstellation wollen die Herbernerinnen bis Ende des Jahres auf jeden Fall weitermachen. „Uns ist es wichtig, dass die Mädels die Ruhe bekommen, die sie brauchen“, sagt Brockmeier. „Sie sollen normal weiter arbeiten können.“

Das Potenzial der Damen sei in den vergangenen Wochen immer wieder sichtbar geworden, so Brockmeier. „Die zweite Halbzeit am Sonntag war richtig stark, da hat man gesehen, was sie können“, sagt der Jugendvorsitzende. „Aber da sind so viele junge Mädels dabei, die müssen sich entwickeln. Dafür wollen wir ihnen natürlich eine Basis bieten.“

Wie es mit der Trainerkonstellation nach der Winterpause aussieht, werde man sehen. „Es kann durchaus sein, dass Detlef dann zurückkehrt, wenn eben seine Zeit in Magdeburg beendet ist“, erklärt Toni Brockmeier. „Aber wir müssen dann einfach schauen, ob es dann für uns passt. In der Winterpause haben wir genug Zeit, die beste Lösung für die Mannschaft zu finden. Und das ist das wichtigste.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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