Rettungsschwimmer aus Massen am Ostseestrand im Einsatz

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Kein Jahr vergeht ohne tödliche Badeunfälle. In Corona-Zeiten zieht es viele Menschen an die deutschen Strände. Auch Rettungsschwimmer aus Unna sind dort im Einsatz – für den Notfall.

Massen

, 06.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Raus aus den Klamotten und mit Badehose oder Bikini ab in die Ostsee! Das klingt nach einem erfrischenden Vergnügen und wird so auch gelebt. In Corona-Zeiten, wo vermutlich noch mehr Menschen den Urlaub im Ausland meiden, gewinnen die deutschen Strände an Bedeutung.

Wer den Sprung ins kühle Nass der Ostsee wagt – aktuell zwischen 16 und 18 Grad –, sollte sich der Gefahren bewusst sein. Für den Schutz sorgen dort wie auch an der Nordsee Rettungsschwimmer. Und ein Teil der Ehrenamtlichen kommt auch aus diesem Jahr aus Unna-Massen.

Schon seit vielen Jahren nimmt das Team der DLRG-Ortsgruppe Massen am Wasser-Rettungs-Dienst an der Ostseeküste teil. Der Campingplatz am Rosenfelder Textilstrand liegt zwischen Dahme und Großenbrode und erfreut sich bei den Gästen großer Beliebtheit.

Die Massener Rettungsschwimmer sind an der Ostsee darauf vorbereitet, dass sie es auch mit Corona-Patienten zu tun bekommen könnten.

Die Massener Rettungsschwimmer sind an der Ostsee darauf vorbereitet, dass sie es auch mit Corona-Patienten zu tun bekommen könnten. © DLRG Massen

Die Wachmannschaft, die aus fünf Teilnehmern besteht, ist mit Begeisterung dabei. Die Rettungsschwimmer führen ihre Arbeit gewissenhaft zur Sicherheit der badenden Bevölkerung durch. Ihnen bereitet die Arbeit sehr viel Freude, sie sind engagiert dabei, weil sie durch den Wachführer Carsten Peters gut angeleitet und auf die Gefahren am und im Wasser hingewiesen werden.

Besondere Herausforderungen durch das Coronavirus

In diesem Jahr steht die Wachmannschaft allerdings vor besonderen Herausforderungen – natürlich wegen der Corona-Pandemie. Das Team hat sich vorher intensiv auf die veränderten Hygienebedingungen vorbereitet.

  • Das Sanitätszelt ist mit einem abwischbaren Boden versehen, der regelmäßig gereinigt wird.
  • Die Edelstahlspüle muss gründlich und regelmäßig gesäubert werden.
  • Regelmäßige Desinfektion ist vorgeschrieben.
  • Die Kleidung der Wachgänger muss spätestens alle zwei Tage gewaschen werden.
  • Vor Eintritt ins Sanitätszelt wird eine Überprüfung auf das Coronavirus vorgenommen.

Das Betreten der Wachstation ist Strandnutzern nur nach Aufforderung und mit Mund-Nase-Schutzmaske erlaubt. Bereits an den Absperrungen sind Hinweistafeln angebracht.

Einsätze auch auf dem Campingplatz

Die Wachgänger sind allerdings nicht nur für die Bewachung des Badestrandes zuständig. Es kommt immer mal wieder vor, dass sie auf dem Campingplatzgelände unterwegs sind und bei kleineren Verletzungen die Versorgung übernehmen müssen. Dafür ist es notwendig, dass sie das entsprechende Equipment in einer Bauchtasche bei sich tragen. Unter anderem ist stets auch ein Mund-Nase-Schutz für den Verunglückten mit dabei.

In der ersten Einsatzwoche gab es einige medizinische Einsätze. So musste eine Person mit einem Fremdkörper im Fuß behandelt werden. Eine weitere Person musste nach einer Erstversorgung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden.

So wertvoll der Einsatz der Retter von der DLRG ist: Jeder Strandbesucher muss auch selbst auf seine Sicherheit achten. Dabei sollte er vor allem darauf achten, welche Flagge an der Wachstation gehisst ist:

  • Ist eine rote Flagge gehisst, gilt ein generelles Badeverbot.
  • Eine rot-gelbe Flagge signalisiert, dass der Strand überwacht wird und Rettungsschwimmer anwesend sind.
  • Die gelbe Flagge bedeutet: Baden auf eigene Gefahr! Damit gilt ein Badeverbot für unerfahrene Schwimmer, Kinder und ältere Personen.
  • Weht eine Flagge mit zwei schwarzen und zwei weißen Vierecken im Wind, ist der Abschnitt Wassersportgeräten vorbehalten. Es gilt also ein Badeverbot, das Unfälle verhindern soll.
  • Manchmal sieht man auch eine blaue Flagge mit einem weißen Kreis und zwei stilisierten Wellen. Diese Flagge weist auf ein Gütesiegel für den Strand hin.
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