Im kleinen Amphitheater an der Jugendkunstschule übten die Kinder mit ihren Trainern verschiedene Tänze ein. © Marcel Drawe
Schulferien

Corona schafft Bewegungsmangel: Bürgerstiftung weitet Angebote aus

Hunger nach Wissen, Bewegung und Begegnung: Durch Corona haben Kinder noch mehr Bedarf als sonst. Die Bürgerstiftung Unna weitet ihr Ferienangebot aus.

Gefragter denn je sind die Ferienangebote der „Wir sind draußen“-Woche, die die Bürgerstiftung Unna im Kurpark ermöglicht. Da der Bedarf nach Abwechslung in diesem Jahr enorm ist, haben Stiftung und Jugendkunstschule (JKS) ein zusätzliches Angebot geschaffen: Dance Camp.

Eine Woche lang herrschte jeden Tag viel Leben in und an der Jugendkunstschule. Mal konnte man die Kinder mit ihren Körpern das Wachsen einer Blume nachbilden sehen, mal wie sie als Cowboys und -girls durch den wilden Westen tanzten. Sogar so etwas Kompliziertes wie die gemeinsame Choreografie einer Tarantella übten sie ein.

Kinder brauchen Bewegung

Tanzpädagogin Angela Malzer und JKS-FSJler Luke Michel hielten die „Bande“ von Rund 20 Mädchen und Jungen in Bewegung, denn das ist es, was sie derzeit dringend brauchen, fand Ortrun Schulz-Hartmann von der Bürgerstiftung. „Es ist so viel ausgefallen und wir sind der Meinung, dass die Kinder genau jetzt sehr viel brauchen. Sehr viel Bewegung, viel Kunst und auch Begegnung.“

Die kleinen Teilnehmer begrüßten das. „Am besten gefiel mir der spanische Volkstanz, weil es da um eine Königin geht“, stellte etwa die siebenjährige Leonie fest. Für Uli Bär eine Bestätigung, dass das Dance Camp sein Ziel nicht verfehlt hat. „Mir ist es ganz wichtig, dass die Kinder nicht nur nach der aktuellen Popmusik tanzen, sondern dass sie auch die Ursprünge sehen, etwa mit der Tarantella oder einem Afrikanischen Tanz, alles wo es eine Wurzel gibt“, so der Leiter des Elementar-Bereichs an der JKS.

Es muss nicht immer Popmusik sein: Auch mit Tarantella oder Cowboy-Tänzen haben Kinder viel Spaß. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die Stiftung für Unna

Die Bürgerstiftung ist derzeit sehr aktiv, nicht nur um zuhause gebliebenen Kindern ein bisschen Urlaub vor der eigenen Haustür zu ermöglichen, sondern auch um ihr Leben grade in Zeiten der Pandemie-Beschränkungen positiv zu beeinflussen. Neben der „Wir sind draußen- Woche“ hat die Stiftung unter anderem durch Spenden von Unnaer Bürgerinnen und Bürgern wieder Schwimmkurse organisiert. Außerdem konnten wieder 50 Schulstarter-Sets mit wertigen Schulutensilien zusammengestellt werden. Über die Ausgabestelle an der Dorotheenstraße werden diese durch die Tafel an bedürftige Familien weitergegeben, deren Kinder nach den Ferien als „I-Männchen“ starten.

Und die Arbeit der Bürgerstiftung geht über das Engagement für die ganz Kleinen hinaus: In Unnas Osten wurden etwa Blühstreifen angelegt, von denen neben den Insekten alle etwas haben. Ebenso gingen insgesamt 50 neue Gießkannen an Unnas Friedhöfe. 60.000 Euro gingen zudem in Form von 2000 Einkaufsgutscheinen an bedürftige Familien, um die Belastung durch Corona ein Stück weit aufzufangen.

Weitere Informationen über die Bürgerstiftung und wie Sie die Arbeit unterstützen können, gibt es auf der Internetseite www.buergerstiftung-unna.de

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