Christina Lux und ihr Unnaer Publikum feiern die Nächstenliebe und das Lachen

dzOpen-Air-Konzert

Einfühlsam, bewegt und bewegend, so präsentierte sich Christina Lux auf dem Platz der Kulturen. Eine Botschaft in schwierigen Zeiten: mehr Lachen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 30.07.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Musikerin Christina Lux verstand es am Mittwochabend, mit ihrer Musik und ihren Texten nicht nur das Publikum zu unterhalten, sondern auch vieles anzuschneiden, das die Menschen derzeit bewegt. Bei ihrem Konzert auf dem Platz der Kulturen vergaß sie auch nicht, dass manchmal ein Lachen am besten durch harte Zeiten hilft.

Unmaskierte Emotionen

Langsam hat das Publikum Routine bei den besonderen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen die Hygienebestimmungen auch die Veranstalter und Besucher auf dem Platz der Kulturen zwingen. So kamen die Gäste mit Masken auf den Platz und wurden dort zu ihren Stühlen geleitet, wo sie den Mund-Nase-Schutz wieder abnehmen durften, da hier der erforderliche Abstand zum Nebenmann gewährt war.

Die meisten sind dankbar, dass das Hygienekonzept auch während der Corona-Pandemie Kultur in Unna erlaubt und auch Christina Lux freute sich über die Gelegenheit: „Was ‘ne Freude, ein Konzert mit echten Menschen und ohne Masken.“ Sie sei zwar eine Befürworterin der Maskenpflicht, stellte Lux fest, es sei aber doch etwas ganz anderes, wenn man das Lächeln des Publikums erkennen könne.

Mit ihren eingängigen Melodien und berührenden Texten gewann Christina Lux das Unnaer Publikum für sich.

Mit ihren eingängigen Melodien und berührenden Texten gewann Christina Lux das Unnaer Publikum für sich. © Sebastian Pähler

Beim Proben können Tränen fließen

Mitgebracht hatte die in Köln lebende Sängerin und Gitarristin neben älteren und ganz neuen Werken auch viele Lieder ihrer aktuellen CD „Leise Bilder“, wie etwa den titelgebenden Song, „Meer“ oder „Heul nicht“. Letzteres, das Heulen, könne ihr beim Proben durchaus passieren, erzählte sie, denn manchmal sei die Musik so, „als würde dir jemand so viel Liebe in dein Herz schütten, dass es dir übergeht“.

Und eben das, die Liebe, vor allem die Nächstenliebe, sei ihr wichtig. So schwang in ihren Anekdoten und Kommentaren zwischen den Songs auch immer eine politische Botschaft mit, für die Gleichheit der Menschen, gegen Rassismus und dafür, rassistische Kommentare nicht hinzunehmen, sondern die Stimme zu erheben.

Lob für Team der Lindenbrauerei

Begleitet wurde Lux von Tausendsassa Oliver George, der mal auch an der Gitarre, mal am Schlagzeug saß und wenn nötig für eine zweite Stimme sorgte. „Oliver George ist eine Wanderdüne“, scherzte Christina Lux über ihren zwischen den Stücken über die Bühne huschenden Mitstreiter.

Die Mischung aus einfühlsamen Liedern, kraftvoller Stimme und familiärem Umgang verfing beim Publikum und sorgte für einen Abend, bei dem Christina Lux nicht nur auf ihrer Gitarre, sondern auch auf der vollen Klaviatur der Gefühle spielte. Und auch für das Team der Lindenbrauerei hatte Lux ein dickes Lob über.

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