André Rosarius (links) hat das Kommando des in der Glückauf-Kaserne stationierten Versorgungsbataillons 7 an Andreas Johannes Golks (rechts) übergeben. Übertragen wurde ihm das Amt von Brigadegeneral Stephan Willer. © Marcel Drawe
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Abschied im Regen: Kommando-Übergabe in der Glückauf-Kaserne

Nach drei Jahren hat Oberstleutnant André Rosarius die Führung des Versorgungsbataillons 7 weitergegeben. Hinter ihm liegt eine aufregende Zeit, in der die Bundeswehr vielfach gefordert war.

Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht: Als Oberstleutnant André Rosarius am 27. September 2018 Kommandeur des Versorgungsbataillons 7 wurde, da strahlte die Sonne mit ihm um die Wette. An diesem Mittwoch endete die Kommandeurszeit um 14.46 Uhr im strömenden Regen.

Hinter Rosarius und seinem Unnaer Bataillon liegen drei bewegte Jahre. Auslandseinsätze forderten die Truppe – in Afghanistan, Mali und auf dem Balkan. Außerdem waren die Logistiker in der „schnellen Nato-Speerspitze“ gefragt.

Corona- und Hochwasser-Einsätze

Zu den militärischen Herausforderungen kamen in der Rosarius-Amtszeit aber auch zivile. Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass Soldatinnen und Soldaten in Gesundheitsämtern, Pflegeheimen, Testzentren und zuletzt auch in Impfzentren tätig wurden. Und als ob das noch nicht gereicht hätte, war die Truppe nach der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ab dem 20. Juli auch noch dort im Einsatz, weil Feuerwehr und Technisches Hilfswerk allein nicht ausreichten.

Oberstleutnant André Rosarius war das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Zivilgesellschaft stets ein wichtiges Anliegen. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die Truppe – und insbesondere auch die Logistiker des Versorgungsbataillons 7 in der Glückauf-Kaserne in Unna – war also auch für die Zivilgesellschaft von Bedeutung. Rosarius betonte, wie schon zu Beginn seiner Amtszeit, wie wichtig die Verzahnung zwischen Bundeswehr und der Zivilgesellschaft ist. Rosarius wechselt nun in das Bundesverteidigungsministerium, wird in Bonn Referent in der Abteilung Haushalt und Controlling.

Oberstleutnant Andreas Johannes Golks (Mitte) führt jetzt die Truppe in Unna. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Die Führung des Bataillons übernimmt Oberstleutnant Andreas Johannes Golks – ein Mann mit viel Erfahrung in der Bundeswehr, auch auf der Führungsebene. Dass er „sein“ Bataillon im strömenden Regen und wegen der Corona-Pandemie auch mit einer etwas weniger aufwendigen Zeremonie übernahm, ist sicher bedauerlich. Die neue Position wird auch er voraussichtlich etwa drei Jahre inne haben, dann steht ein erneuter Kommandeur-Wechsel an. Beim Empfang im Anschluss an den Bataillonsappell nahm Golks zahlreiche Glückwünsche entgegen.

Zu seinen Aufgaben wird es zunächst gehören, die Truppe wieder zu ihren Kernaufgaben zurückzuführen. Der Einsatz in Afghanistan ist zwar beendet, die Bundeswehr muss aber stets einsatzbereit sein.

Brigadegeneral Stephan Willner, Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“, erklärte, Golks sei bestens vorbereitet, um in die „großen Fußstapfen“ von André Rosarius zu treten.

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Redaktion Unna

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