Der Termin zum Anbaden am 18. April muss erst einmal auf unbekannte Zeit verschoben werden. © Wild
Elsebad

Saisonstart 2021 geplatzt: Elsebad muss Anbaden verschieben

Das Bürgerbad in Ergste muss die Füße weiter still halten: Der Anbade-Termin am 18. April kann wegen der aktuellen Corona-Zahlen nicht eingehalten werden. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Anbaden im Elsebad – das ist erst einmal leider nicht möglich, sagt Thomas Wild, Vorsitzender des Fördervereins Elsebad. Denn die Inzidenz im Kreis lässt keine Lockerungen zu. Mit einem Wert, der mittlerweile über 200 liegt, scheinen diese noch in weiter Ferne zu liegen. Somit platzt der Saisonstart, der für den 18. April angesetzt war.

Hinzu kommt die Beschlussvorlage des Bundeskabinetts zu einheitlichen Corona-Regelungen. Laut dieser muss die Inzidenz kreisweit für mehrere Tage unter 100 sinken, bevor eine Öffnung des Bads möglich wäre. Steigt die Inzidenz jedoch wieder für drei Tage über die 100er-Marke, muss wieder alles dicht machen. „Das ist eine vorläufig sehr unsichere Öffnungsperspektive für das Schwerter Bürgerbad“, erklärt Thomas Wild.

Dabei sei das Ansteckungsrisiko draußen laut dem Aerosolforscher Dr. Christof Asbach extrem gering, so Wild. Der Forscher habe sich laut einer Berichterstattung des WDR mit anderen Forschern zusammengetan, um einen kritischen Brief an die Regierung zu verfassen: Die Ansteckungsgefahr im Freien werde sehr überschätzt. „Wenn man diese Erkenntnis ernst nähme, könnte der Betrieb im Ergster Freibad schon bald beginnen“, sagt Thomas Wild.

Das Wasser ist noch kalt

Und das bedeutet im Klartext: Zwei Wochen Vorlaufzeit, dann könnten die ersten Gäste wieder zum Schwimmen kommen. „Das Becken ist gefüllt, das Gelände vorbereitet. Nur noch das Wasser muss erhitzt werden, damit die Gäste nicht frieren. Das geht innerhalb von zwei Wochen“, sagt Elsebad-Mitarbeiter Hendrik Buschhaus.

Alles ist bereit und in Schuss, das Becken gefüllt – doch die derzeitige Lage lässt eine Öffnung nicht zu.
Alles ist bereit und in Schuss, das Becken gefüllt – doch die derzeitige Lage lässt eine Öffnung nicht zu. © Wild © Wild

Doch auch wenn das Anbaden platzt, gibt es gute Nachrichten. Der Vorverkauf der Jahreskarten läuft weiter: jederzeit auf der Internetseite des Elsebades und samstags zwischen 10 und 13 Uhr an der Außenkasse im Elsebad. Und laut Hendrik Buschhaus wurden die Jahreskarten schon gut verkauft. „Es ist weniger als vor Corona – die Karten wurden auch immer gern als Geschenke für Ostern gekauft. Man merkt es schon, aber es ist nicht drastisch.“

Bad wird weiterhin unterstützt

Denn die Unterstützung für das Bad ist ungebrochen. „Das ist ein einheitliches Bild. Und gerade die Stammgäste sagen uns, wie gern sie sofort ins Wasser springen wollen würden.“ Nicht nur die Sehnsucht nach dem Schwimmen selbst spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Bewegung und körperliche Ertüchtigung. „Es fehlt vielen unserer Stammgäste. Sie sagen, man merke es schon auch im Rücken und in den Knochen.“

Auch Hendrik Buschhaus selbst fehlt das regelmäßige Training. „Man merkt einfach schon, dass das etwas anderes ist, als wenn man jede Woche regelmäßig schwimmen kann. Und diese Schwerelosigkeit im Wasser kann man nicht anders kompensieren.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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