Oberadens Trainer Birol Dereli: „Fußballerischer Lockdown nur für alle Kreise“

dzFußball

Bergkamens Kreisliga-Trainer loben das konsequente Handeln des Kreises Unna in der Corona-Phase. Einer wünscht sich dabei eine kreisübergreifende Vorgehensweise.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 23.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montag läuft der zweiwöchige Fußball-Shutdown im Kreis Unna aus. Die Trainer der Bergkamener A-Kreisligisten bewerten die vergangene Zeit.

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Chris Brügmann, Trainer des FC TuRa Bergkamen: „Es ist die einzig richtige Entscheidung. Gesundheit steht über allen anderen Dingen. Vielleicht können die Infektionszahlen durch diese Maßnahme eingedämmt werden. Der Kreis Unna hat im Gegensatz zu anderen Kreisen absolut konsequent reagiert. Wir werden kein kontaktloses Training durchführen. Wenn die Spiele wieder angesetzt werden, steigen wir ins Trainingsprogramm ein.“

„Die Entscheidung ist recht verwirrend.“
Tuncay Sönmez, FC Overberge

Birol Dereli, Trainer SuS Oberaden: „Ich halte von der Entscheidung des Kreises Unna sehr wenig, denn es ist der einzige Kreis, der diese Maßnahme anbietet. In anderen Bereichen wir weiter trainiert und gespielt, da kommt schnell das Wort Wettbewerbsverzerrung auf. Wenn ein fußballerischer Lockdown, dann sollte dies für alle Kreise im NRW Gebiet gelten. Es sieht aktuell nicht so aus, dass es ab dem 31. Oktober weitergehen wird, dafür sind die Infektionszahlen noch zu hoch. Meine Spieler haben Vorgaben bekommen, um sich mit Waldläufen fit zu halten. Kontaktloses Training werden wir nicht abhalten.“

Tuncay Sönmez, Trainer FC Overberge: „Die Entscheidung ist recht verwirrend. In fast allen Kreisen wird gespielt, nur im Kreis Unna nicht. Gesundheit steht natürlich über Allem. Bleibt nur zu hoffen, dass durch diese Maßnahme die Infektionszahlen sinken. Der Fußball im Amateurbereich fehlt uns, doch gewisse Entscheidungen müssen dann auch akzeptiert werden. Den Spielern habe ich empfohlen, selbst etwas für die Fitness zu tun. Kontaktloses Training wird es bei uns nicht geben.“

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Daniel Knapp, Trainer des VfK Weddinghofen: „In vielen Kreises gibt es ähnlich hohe Infektionszahlen wie in unserem Kreis. Trotzdem wird dort trainiert und gespielt, das ist schon verwunderlich. Außerdem kann ich nicht verstehen, dass ab dem kommenden Wochenende der Handballsport in den geschlossenen Hallen durchgeführt wird, Fußball an der frischen Luft dagegen darf in unserem Kreisgebiet nicht absolviert werden. Mit dem kontaktlosen Training haben wir in Weddinghofen am Dienstagabend begonnen.“

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