„Heimatloser“ Königsborner SV: Jetzt spricht Trainer Kai Harbach

dzHandball

Frauenhandball-Drittligist muss die Kreissporthalle räumen. Das trifft den Verein und das Team sehr, selbst ein Rückzug erscheint nicht ausgeschlossen.

von Harald Jansen

Königsborn

, 15.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachricht der Woche war für die Königsborner Handballer die Verwendung der heimischen Kreissporthalle ab dem 31.August als Corona-Testzentrum. Für die Drittligadamen bedeutet dies, dass man in seiner „Heimspielhalle“ nicht mehr trainieren kann und dass Trainingseinheiten nur ohne das vom DHB vorgeschriebene Fingerharz möglich sind.

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„Wenn wir in der Woche ohne Harz trainieren, brauchen wir im Spiel wenigstens zehn Minuten, um überhaupt in die Partie zu kommen. Und dann sind Spiele oft schon entschieden. Handball mit Harz und ohne Harz sind zwei verschiedene Sportarten. Jeder der was vom Handball versteht, wird das auch so sehen. Du hast kein einziges Heimspiel mehr und wenn wir nur ohne Harz trainieren sollen, dann brauchen wir das Abenteuer 3.Liga gar nicht erst zu starten. So kann man eigentlich mit einem Drittligisten nicht umgehen“, ist Harbach aufgrund der Entscheidung des Kreises mächtig angefressen und ergänzt „alles was mit Corona entschieden wird, da bin ich hundertprozentig dabei. Und wenn entschieden wird, es findet kein Handball statt, dann akzeptiere ich das auch. Doch bei dieser Entscheidung müssen Alternativen her. Rein sportlich kann man uns hier nicht so in der Luft hängenlassen“.

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Das Problem Leistungssport in der Kreisstadt Unna wird mal wieder um ein Kapitel ergänzt. Ein kompletter Rückzug des KSV-Drittligateams ist unter diesen Voraussetzungen zwar nicht geplant, sollte aber auch nicht ausgeschlossen werden.

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