Fußball: Oberligisten kämpfen um das passende Spielkonzept

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21 Mannschaften treten in der Oberliga-Westfalen an. Staffelleiter und Vereine suchen nach einem Weg, wie die Saison ohne Stress über die Bühne gebracht werden kann.

Holzwickede

, 23.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch immer ist nicht klar, wie die Saison in der Oberliga Westfalen, sportliche Heimat des Holzwickeder SC, über die Bühne gehen soll. 21 Mannschaften sind dieser Liga zugeteilt worden, das würden bei einem „normalen“ Spielplan mit Hin- und Rückrunde 40 Meisterschaftsspiele bedeuten. Hinzu kämen noch die Begegnungen des Pokals - und das bei einer verkürzten Saison, die bekanntlich ja erst Anfang September beginnt.

„Das würde unser Platz im Montanhydraulik-Stadion gar nicht mitmachen. Unsere Ausweichplätze an der Hauptschule und in Opherdicke sind für die Oberliga auch nicht richtig geeignet“, sagt HSC-Geschäftsführer Günter Schütte. „Meine persönliche Meinung ist, dass wir nach der Hinrunde eine Play-off- und eine Play-Down-Runde durchführen sollten. Das haben wir im Vorstand aber noch nicht final besprochen, werden wir aber umgehend tun.“

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Es muss also eine Lösung her und da setzt der FLVW wie schon bei der Saisonwertung nach dem coronabedingten Abbruch auf die Meinung der Vereine. Deshalb hat Staffelleiter Staffelleiter Reinhold Spohn Vertreter der Klubs zu einer Videokonferenz eingeladen. Der Holzwickeder SC wurde in dieser Runde durch den Sportlichen Leiter Tim Harbott vertreten. Dabei wurden dann drei folgende verschiedene Modelle diskutiert:

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1. Die Saison wird normal mit Hin- und Rückrunde gespielt.

2. Die Oberliga wird in eine Nord- und eine Südstaffel aufgeteilt. Am Ende der Saison würden dann durch Play-off-Spiele die Auf- und Absteiger ermittelt.

Tim Harbott

Tim Harbott © hahn

3. Die Hinrunde wird normal durchgezogen, anschließend spielen die Teams eine Play-off-Runde auszutragen, in der die besten zehn Klubs den Meister, die anderen elf Vereine die Absteiger ausspielen. Bei diesem Modell kämen die Teams auf maximal 30 Spiele - eine zeitlich lösbare Aufgabe.

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Bei der Videokonferenz kristallisierte sich heraus, dass Vorschlag 2 die geringsten Chancen haben dürfte. 14 Vereine sprachen sich nämlich dafür aus, dass sie auf jeden Fall die eingleisige Liga behalten wollen. Ob die nun mit normaler Hin- und Rückrunde, oder wie in Vorschlag 3 beschrieben durchgeführt wird, ist noch offen.

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Staffelleiter und die Oberligisten einigten sich darauf, dass bis zum kommenden Sonntag, 24 Uhr, nach entsprechender Rücksprache in den Vereinen abgestimmt werden darf, welchen der beiden Vorschläge die Klubs bevorzugen. Der endgültige Beschluss soll dann am 31. Juli verkündet werden.

Festgelegt wurde auch, dass es in der kommenden Saison mindestens drei Absteiger geben wird. Ein vierter würde dann hinzukommen, wenn es aus der Regionalliga ein Klub aus Westfalen erwischt. Zudem einigten sich die Vertreter darauf, dass bei 300 möglichen Zuschauern 50 Karten an den Gastverein gehen. Die anreisenden Fans müssen vorab registriert und die Liste dem Gastgeber im Vorfeld zugestellt werden.

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Auch ein Fakt, der beim Holzwickeder SC auf wenig Gegenliebe stößt. „Nur 50 Karten für die Gäste zu reservieren, ist ein Problem, denn zum Beispiel im Derby gegen ASC Dortmund würde das ja bei weitem nicht ausreichen“, sagt Günter Schütte.

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