Coronavirus: Überwachung des Hygienekonzepts ist nicht eindeutig geregelt

dzFußball

Corona wird auf dem Staffeltag des Fußballkreises zum zentralen Thema. Beinahe hätten sogar die Schiedsrichter einen Zusatz-Job bekommen.

Kreis Unna

, 24.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus beherrscht den Alltag. Thema wird es auch beim Staffeltag des Fußballkreises Unna/Hamm sein, der am 3. September ab 18.30 Uhr im Schulzentrum Bönen über die Bühne geht.

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Michael Alllery Vorsitzender des Fußballkreises, ist es nämlich gelungen, mit Meike Ebbert eine Referentin zu gewinnen, die in das Thema Corona wie kaum eine zweite Person involviert ist. Die Abteilungsleiterin Kommunikation des Fußball- und Leichtathletikverbandes wird auf dem Staffeltag einen Rück- und einen Ausblick auf die Coronazeit geben. „Ebbert war und ist unsere Ansprechpartnerin und immer auf dem aktuellen Stand“, lobt Allery.

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Und das ist keinesfalls einfach, denn beinahe wöchentlich wurde zum Beispiel die Coronaschutzverordnung geändert. „Ich muss sagen, dass der Verband bis zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs einen tollen Job gemacht hat. Danach waren die Kreise und die Vereine doch oft auf sich allein gestellt“, so noch einmal der Kreis-Chef.

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Ein Beispiel: Die Zuständigkeit für die Einhaltung und Überwachung des Hygienekonzepts ist nicht eindeutig geregelt. „Die Kommunen sagen, dafür sind die Fachverbände verantwortlich. Die Fachverbände teilen auf Anfrage mit, geht zu den Kommunen“, sagt Allery. Einmal sei sogar die Anweisung vom FLVW gekommen, dass die jeweiligen Schiedsrichter zuständig seien. Schon am nächsten Tag wurde das natürlich wieder zurückgenommen. „Wie soll denn ein Schiedsrichter überwachen, wie viele Spieler sich gleichzeitig umziehen oder duschen? Das geht doch gar nicht“. Gern hätte Allery gesehen, dass im Kreis bezüglich des Hygienekonzepts einheitliche Regeln gelten. Doch das sei leider nicht gelungen.

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Am Dienstag, 25. August, hat das FLVW-Präsidium die Fußball-Kreise zu einer Videokonferenz eingeladen. Da sollen bezüglich des Spielbetriebs Lösungs- und Hilfestellungen vorgestellt werden. Die werden dann über die Kreise an die Vereine weitergeleitet.

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So ganz sicher ist Michael Allery indes nicht, dass die Saison am 6. September wie geplant starten kann: „In Hamm hatten wir allein gestern 12 Neuinfektionen, die Gesamtzahl ist damit auf 60 gestiegen. So viele hatten wir hier noch nie. Ich hoffe aber dennoch, dass alles klappt.“

Das Coronavirus hat sich auch auf die Mitgliederzahlen im Fußballkreis ausgewirkt. Bei den Senioren ist die in etwa gleich geblieben, bei den A- und B-Junioren sogar leicht gestiegen. Doch bei den E-, F- und G-Junioren treten nun 30 Teams weniger als zuvor zum Spielbettrieb an. „Viele Eltern haben scheinbar Angst, dass sich ihre Kinder anstecken“, meint Allery.

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