Der Moment des Glücks: Gerade hat Brent Aubin (re.), hier mit Joe Whitney, das 4:3-Siegtor für die Iserlohn Roosters in Berlin erzielt. © picture alliance/dpa
Eishockey

Kaum zu glauben: Nach dem Coup von Berlin winkt Iserlohn Roosters das Halbfinale

Das Erreichen des Playoff-Viertelfinals war schon ein starkes Stück. Doch dieses emotionale Highlight für die Fans der Iserlohn Roosters hat das Team aus dem Sauerland nun noch getoppt.

Eisbären Berlin gegen Iserlohn Roosters, Erster gegen Vierter – der Großstadtklub aus der Hauptstadt gegen die Underdogs aus der Provinz. Wer da zum Auftakt der „Best-of-Three“-Serie im Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft gewinnt, war eigentlich keine Frage. Doch der vergleichsweise kleine Klub aus dem Sauerland kehrte am Dienstagabend die Kräfteverhältnisse einfach mal um.

Die bärenstarke Leistung der Mannschaft von Brad Tapper wurde im ersten von maximal drei Viertelfinalspielen bei den Eisbären mit einem 4:3-Sieg belohnt. Oder anders ausgedrückt: Schon am Donnerstag (22. April) winkt den Iserlohnern der Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Ein Heimsieg, und die Iserlohner stehen unter den letzten Vier – kaum zu glauben.

Fans müssen leider wieder draußen bleiben

Erstes Bulli ist um 19.30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee, die unter normalen Umständen aus allen Nähten platzen würde. Coronabedingt sind aber auch bei dieser Partie keine Zuschauer zugelassen. Stattdessen werden die treuen Sauerländer Fans die Partie bei Magenta TV verfolgen und vor den Bildschirmen die Daumen drücken.

Und wenn das Spiel einen ähnlichen Ausgang hat wie die hoch spannende Dienstag-Partie, hätten sie nichts dagegen. Bei den Berlinern, nach den 38 Spielen der Hauptrunde als Tabellenführer der Nord-Staffel klar favorisiert ins Spiel gegangen, bewiesen die Sauerländer echte Nehmer-Qualitäten. Dreimal gerieten sie in Rückstand, dreimal glichen sie aus, um dann am Ende eiskalt zuzuschlagen.

Brent Aubin gelang 59 Sekunden vor dem Ende das 4:3-Siegtor. Das war der Schlusspunkt unter einen Abend, der die ohnehin schon vorhandene Begeisterung der Sauerländer Eishockeyfans noch weiter in die Höhe schnellen ließ – Fortsetzung erwünscht am kommenden Donnerstag.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch
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