Der Ascheplatz der Ruhrtalkampfbahn des TuS Wandhofen ist ein leidiges Thema. © Bernd Paulitschke
Fußball

Das leidige Thema Asche ist aktuell wie eh und je beim TuS Wandhofen

Der Vorstand des TuS Wandhofen ist deutlich jünger geworden und hat mit Frank Hirschfeld ein neues Gesicht an der Spitze bekommen. Es wartet viel Arbeit auf den neuen Mann.

Es tut sich was beim TuS Wandhofen. Mit Frank Hirschfeld ist vor einer Woche ein neuer Mann an die Spitze des Klubs gewählt worden, der in den vergangenen sieben Jahren von Heinz-Friedrich Bodenstein geführt wurde.

Bodenstein hatte das Zepter auf der Jahreshauptversammlung an Hirschfeld weitergereicht, der seitdem in einer Art Doppelfunktion unterwegs ist: Als Vorsitzender und als Trainer der ersten Frauenfußball-Mannschaft. Klar ist: Es wartet reichlich Arbeit auf den neuen Vorsitzenden, ehe mit dem in zwei Jahren geplanten Umzug ins neue Stadion eine Zeitenwende eingeleitet wird.

Dass Frank Hirschfeld als Coach der Damen-Mannschaft zunächst mal in diesem Bereich für neuen Schwung sorgen will, liegt in der Natur der Sache. „Natürlich ist der Frauenfußball unser Steckenpferd in Wandhofen. Wir wollen perspektivisch dafür sorgen, dass die Mädchen- und Damen-Mannschaft höher spielen als bislang. Das ist natürlich ein langfristiges Ziel und wird nicht in den nächsten zwei oder drei Jahren zu schaffen sein. Und natürlich würden wir auch gerne sehen, dass die erste Senioren-Mannschaft in Zukunft höher spielt“, so Hirschfeld.

Ein verständliches Anliegen. Die Senioren-Mannschaft rangiert in der Kreisliga C aktuell auf Rang acht. Und die Frauen-Mannschaft, die seit Saisonbeginn als Spielgemeinschaft Wandhofen/Schwerte aufläuft, hat durchaus noch einige Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen. Vier Spiele sind in der Kreisliga gespielt, vier Niederlagen wurden kassiert, die den letzten Tabellenplatz mit null Zählern bedeuten.

Sportlich gibt‘s sicherlich noch einigen Aufholbedarf. „Die Damen-Mannschaft ist besser, als es der Tabellenstand aussagt. Ich weiß, dass sie mehr können“, erklärt Hirschfeld in seiner Funktion als Trainer. Andererseits ist die aktuelle Tabellensituation ein Indiz dafür, woran es hakt.

Obwohl die beiden Mannschaft des TuS Wandhofen und des VfL Schwerte eine Spielgemeinschaft gegründet haben, fehlt es am Personal. Wandhofen/Schwerte spielt nur als Neuner-Team, also schon mit zwei Spielerinnen weniger als normal. Und dennoch fehlt eine etatmäßige Torhüterin, was die vielen Gegentore erklärt.

Woran das liegt, ist für Hirschfeld klar. „Wir bekommen einfach keinen Nachwuchs, weil wir auf Asche spielen und trainieren. Das ist halt unser leidiges Thema. Ganz viele Spielerinnen, die jetzt in Berchum/Garenfeld oder Hohenlimburg aktiv sind, kommen aus Wandhofen. Man kann sagen, der Nachwuchs läuft uns weg, so lange wir nicht auf Kunstrasen spielen“, so Hirschfeld.

Wachablösung beim TuS Wandhofen. Auf der JHV wurde ein neuer Vorstand gewählt.
Wachablösung beim TuS Wandhofen. Auf der JHV wurde ein neuer Vorstand gewählt.

In zwei Jahren soll dieses Thema mit dem Umzug ins neue Stadion beendet sein. Während die Frauen als SG Wandhofen/Schwerte firmieren und bis dahin auf Asche spielen, treten die B-Juniorinnen als JSG VfL Schwerte/Wandhofen an – und trainieren und spielen auf Kunstrasen beim VfL. Fast hätte es sogar für eine C-Juniorinnen-Mannschaft gereicht. Spielerinnen sind genug da, aber sie seien zu jung, so Hirschfeld: „Außerdem hat uns ein engagierter Trainer gefehlt.“

Der Vorstand zum großen Teil stark verjüngt

Dennoch tut sich was. „Der Vorstand ist zum großen Teil stark verjüngt worden“, erklärte Hirschfeld. Das Amt der Jugendleiterin hat Pia Brand übernommen, Julia Wever fungiert als Stellvertreterin. Brand und Wever spielen in der Damen-Mannschaft. Die Richtung stimmt also schon in Wandhofen. Jetzt muss nur noch das neue Stadion mit dem neuen Kunstrasen her.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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