Kolumne

Verkehrsbericht für Lünen ist nur halbe Wahrheit wegen Corona

Der Verkehrsbericht 2020 des Dortmunder Polizeipräsidiums wartet für Lünen mit erfreulichen Zahlen auf. Weniger Unfälle, kein Toter - trotzdem ist beim Blick auf die Zahlen Vorsicht geboten.
Das Archivbild zeigt ein bei einem Unfall auf Lüner Stadtgebiet völlig zerstörtes Auto. © Weitzel (A)

Wenige Tage nach Vorlage der Kriminal-Statistik für das vergangene Jahr, hat die Polizei mit ihrem Präsidenten Gregor Lange an der Spitze jetzt auch den Verkehrsbericht 2020 vorgestellt. Und die nackten Zahlen für Lünen können sich durchaus sehen lassen:

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist den Angaben zufolge deutlich gesunken, in Lünen gab es 2020 nicht einen Verkehrstoten zu beklagen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wegen der Corona-Pandemie auf den Straßen deutlich weniger los war, sprich das Verkehrsaufkommen war niedriger, weil zum Beispiel mehr Menschen von Zuhause aus arbeiteten und nicht mit dem Auto zur Arbeit fuhren. Das gilt es zu bedenken, darauf hat der Polizeipräsident korrekterweise auch hingewiesen:

„Natürlich gehen wir davon aus, dass gerade der erste pandemiebedingte Lockdown im Frühjahr 2020 und die damit einher gehende nachlassende Verkehrsdichte auch zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und der Mehrbelastung der Polizei, haben wir unvermindert unsere Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen vorangetrieben. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Was es mit letzterer Aussage auf sich hat, wird sich zeigen, wenn das Corona-Virus das öffentliche Leben weniger stark im Griff hat.

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