Der baldige LSV-Coach Axel Schmeing konnte in den vergangenen Jahren bereits einige Aufstiege feiern. © Ophaus
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV verpflichtet mit Axel Schmeing einen heißbegehrten Erfolgs-Coach

Der Lüner SV darf sich freuen. Freuen dergestalt, als dass ihm mit der Verpflichtung von Axel Schmeing als neuem Trainer eine echte Überraschung gelungen ist, denn das Interesse war groß.

Die Verpflichtung von Axel Schmeing als neuem Trainer kam für zahlreiche Beobachter wie aus heiterem Himmel. Dem Lüner SV ist damit allerdings in vielerlei Hinsicht eine Überraschung gelungen. Vor allem auch, weil der 46-jährige Polizeibeamte auf dem Wunschzettel mehrerer Klubs aus der näheren Umgebung stand.

Schmeing schreckt nicht vor Improvisation zurück

Axel Schmeing gilt als akribischer Arbeiter, überlässt nichts dem Zufall, nutzt dabei sein Netzwerk. Der Kumpeltyp weiß aber auch, wann er die Zügel anziehen muss. Kann notfalls auch einmal laut werden. Zudem ist er ein Verfechter des Offensivfußballs, doch zeitgleich auch ein Meister der Improvisation.

Deutlich wurde das im ersten Jahr nach dem Aufstieg des Klubs von der Emscher in die Oberliga, als es ihm trotz vieler verletzungsbedingten Personalprobleme Spieltag für Spieltag gelang, immer wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Schließlich landete der HSC entgegen aller Widrigkeiten am Saisonende unter seiner Regie auf einem beachtenswerten elften Platz in der Oberliga Westfalen.

Dabei verfolgt der 46-Jährige eine eindeutige Philosophie, die auch bei seiner neuen Station zur Geltung kommen wird. Schmeing setzt schwerpunktmäßig auf die Jugend. Talente, die von Haus aus einiges Potenzial mit in den Seniorenbereich bringen. Der Erfolg hat dem Coach zumindest in Holzwickede damit Recht gegeben hat.

Aktuell auf einem Aufstiegsplatz

„Aki“, wie ihn seine Freunde nennen, hat sich in seiner sportlichen Karriere in erster Linie einen Namen als Coach gemacht, dabei steht Kontinuität im Vordergrund seiner Arbeit als Übungsleiter. Nach seiner Zeit als Spielertrainer bei der DJK TuS Körne übernahm Schmeing, der in seinem Hauptberuf als Hauptkommissar seine Brötchen bei der Polizei in Selm-Bork verdient, im Jahr 2010 den SV Brackel als Coach.

In seiner sechsjährigen Tätigkeit dort stieg Schmeing mit dem Dortmunder Vorortklub zweimal auf, schaffte damit den Aufstieg aus der Bezirks- bis in die Westfalenliga. Ab der Spielzeit 2016/17 entschied sich der künftige LSV-Coach dann für den Holzwickeder SC, der seinerzeit noch in der Westfalenliga spielte.

Auch hier ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten: Nach der Vizemeisterschaft, gleich im ersten Jahr hinter Westfalia Herne, schaffte Schmeing bereits ein Jahr später den Aufstieg in die Oberliga Westfalen. Dorthin, wo der Klub als Tabellenzweiter aktuell auf einem Aufstiegsplatz in die Regionalliga West steht. Nach fünf Jahren an der Emscher folgt nun der Ruf an die Lippe.

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