Kornelia Müller, Inhaberin von Connies Diner, stellt vorübergehend den Betrieb in dem beliebten Burger-Restaurant ein. Hintergrund ist Personalmangel, wie kurzzeitig auf der Internetseite zu lesen war. © Stefan Milk
Offenbar Personalmangel

Wegen Corona: Connie‘s Diner schließt kurzerhand die Türen

In Connie’s Diner bleibt die Küche kalt. Wegen der „Corona-Situation“, wie es auf der Webseite heißt, legt das Restaurant bis Oktober Betriebsferien ein. Personalmangel ist wohl ein Grund.

Connie´s Diner, Kamens beliebtes Burger-Restaurant, macht kurzzeitig die Schotten dicht. „Aufgrund der aktuellen Corona-Situation“ legt das amerikanische Restaurant am Schattweg 4 kurzerhand Betriebsferien ein, so ist auf der Website zurzeit zu lesen. Nur für einige Stunden war dort am Donnerstag auch stichpunktartig vermerkt: wegen Personalmangels. Der Eintrag wurde noch im Tagesverlauf geändert. Am Donnerstag, 30. September, sollen die Betriebsferien enden. Erster Öffnungstag ist am Freitag, 1 Oktober.

Inhaberin Kornelia Müller in ihrem Restaurant, das sie seit 2002 aufgebaut hat. Seitdem sie sich im Jahr 2004 vom Franchise-Geber „Bonnie‘s Diner“ löste und unter ihrem Namen weiterführte, hat das Restaurant in der Region einen guten Namen. Doch der Wettbewerb ist in den vergangenen Jahren härter geworden.
Inhaberin Kornelia Müller in ihrem Restaurant, das sie seit 2002 aufgebaut hat. Seitdem sie sich im Jahr 2004 vom Franchise-Geber „Bonnie‘s Diner“ löste und unter ihrem Namen weiterführte, hat das Restaurant in der Region einen guten Namen. Doch der Wettbewerb ist in den vergangenen Jahren härter geworden. © Stefan Milk © Stefan Milk

Durch monatelangen Lockdown sind viele Kräfte abgewandert

Zahlreiche Gastronomie-Betriebe sind nach der Corona-Krise auf der Suche nach Personal. Durch den monatelang andauernden Lockdown sind die Kräfte oftmals nicht mehr verfügbar, weil sie sich andere Jobs gesucht haben. Connie‘s Diner liegt zwischen den stark frequentierten Gewerbegebieten Zollpost (mit Smyth Toys und Kaufland) und dem Kamen-Karree (mit Ikea und Dehner). Obwohl das Konzept des dort einzigen familiengeführten Betriebs auf hochwertiger Küche basiert, hat es ein Fastfood-Problem: die zuletzt gewachsene Zahl der Schnellrestaurants und Systemgastronomie – mit McDonald’s, Burger Kind, KFC, Pizza Hut und L‘Osteria sind dort fast alle großen Ketten vertreten. Auch dort wird Personal benötigt.

Langsam wieder an den Alltag herangetastet

Connie´s Diner, damals noch Bonnie‘s Diner, gehörte im Jahr 2002 zu den Pionieren am Autobahnkreuz und zählte mit Burger King (direkt daneben) und dem Karree-Grill, der mit dem Abriss des ehemaligen Karree-Baumarkts Casto-Depot 2004 aufgelöst wurde, zu den ersten Anlaufstellen für Hungrige.

Nach dem Corona-Lockdown in diesem Jahr tastete sich das atmosphärische Restaurant wieder langsam an den Alltag heran – mit Öffnungszeiten lediglich am Wochenende.

Das Restaurant im amerikanischen Stil hatte vor Corona ein Fassungsvermögen von 250 Gästen. Schon vor der Pandemie Zeit hatte Inhaberin Kornelia Müller Sorgen im Angesicht der wachsenden Zahl an Wettbewerbern „Das ist ein großes Angebot für den kleinen Bereich. Wir sind ja hier nicht in München“, sagte sie gegenüber unserer Redaktion. Spitzenjahre wie 2014 seien danach nicht mehr erreicht worden.

Gesucht: Koch, Küchenhilfe und Restaurantmitarbeiter

Laut Connies Website werden in dem Restaurant zurzeit Koch, Küchenhilfe und Restaurantmitarbeiter gesucht. „Wir – das Team vom Connie’s Diner – sind davon überzeugt, dass sich unsere Gäste nicht nur wegen der hohen Qualität unserer Speisen und einer Umgebung, in der man sich wohlfühlt, für uns entscheiden, sondern auch wegen unserer engagierten und freundlichen Mitarbeiter“, heißt es. Ab Oktober können sich die Gäste davon wieder überzeugen.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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