Die neue Beeskower Brücke, die eine Verbindung zur Innenstadt darstellt, darf auch mit dem Rad befahren werden. © Stefan Milk
Neubau über dem Fluss

Weg zur Innenstadt wieder frei: Die neue Brücke zwischen Postpark und Sesekeweg

Die Beeskower Brücke führt in die Innenstadt, aber auch zum Minigolfplatz am Postpark. Nach dem Abschluss der Pflasterarbeiten ist die neue Brücke ab sofort nutzbar – für Radler und Fußgänger.

Sie ist die Brücke zur Innenstadt und führt Ausflügler vom Sesekeweg direkt zum Minigolfplatz am Postpark: Die Beeskower Brücke, die Anfang des Jahres per Mobilkran auf ihre Fundamente gesetzt wurde, ist jetzt endlich freigegeben. Anwohner hatten sich über die lange Sperrung gewundert und beschwert. „Nach Abschluss der letzten Arbeiten und dem Aushärten der Betonarbeiten über das Wochenende wurden die Barrieren an der Beeskower Brücke über die Seseke abgebaut“, meldete Stadtsprecher Rüdiger Büscher.

Per Schwertransport aus Norddeutschland geliefert

Bürgermeisterin Elke Kappen war eine der Ersten, die sich von den Qualitäten der neuen Brücke überzeugte. Die Brücke, die der ostdeutschen Partnerstadt Beeskow gewidmet ist, war Mitte Februar per Schwertransport aus Norddeutschland angeliefert worden. Die neue Stahlbrücke, taubenblau und bogenförmig wie die Vinckebrücke im Sesekepark, ersetzt nun die Holzbrücke aus dem Jahr 1991. Die neue Brücke ist zwölf Meter lang und 4,10 Meter breit. Damit ist sie deutlich breiter als die alte Brücke. So ist sie auch mit dem Fahrrad befahrbar – und man muss bei Gegenverkehr nicht mehr ausweichen.

Zwei Monate Bauzeit für die neue Brücke

Gebaut wurde die Brücke von der Firma „Götze Stahl- und Anlagentechnik“ im nordfriesischen Emden. Etwa zwei Monate haben die Stahlbauer benötigt, um das Bauwerk aus Stahl und gebogenem Rohr anzufertigen. Die Firma, die es seit 15 Jahren gibt und 21 Mitarbeiter beschäftigt, baut Brücken bis zu 280 Tonnen. Zum Vergleich: Die neue Kamener Brücke ist elf Tonnen schwer. Der Trend geht dabei immer mehr zu Metall, wie Geschäftsführer Danny Götze bei der Lieferung im Februar illustrierte. „Holzbrücken haben keine lange Lebensdauer – nach 15 Jahren sind die meisten Schrott.“

Auch die Unkeler Brücke steht vor der Freigabe

Für die Stadt Kamen hat die Firma aus Emden auch die Unkeler Brücke gefertigt, die Ende Februar geliefert wurde. Sie liegt nur etwa einen Kilometer weiter in Richtung Fünfbogenbrücke. Auch dort müssen noch die Fundamente trocknen, bevor die Freigabe erfolgen kann. Einen Vorteil der neuen Brücken hat die fertige Vinckebrücke im Sesekepark beim plötzlichen Wintereinbruch zur Beginn des Jahres gezeigt. Der Winterdienst des Bauhofs konnte die 4,10 Meter breite Brücke mit dem Schneepflug befahren und räumen.

Bevor das auch bei Beeskower und Unkeler Brücke ausprobiert werden kann, dauert es hoffentlich noch ein bisschen.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke
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