Flüchtlingshilfe

Impfen für Geflüchtete: Kamener Verein stellt neue Projekte vor

Die ehrenamtliche Initiative „ProMensch“ klärt über ihre kommenden Aktionen auf. Neben dem Impfangebot für Geflüchtete stehen auch Themen wie Nachhaltigkeit oder LGBTQ auf der Agenda.
Der Vorstand von „ProMensch“, v.l.n.r Brigitte Langer, Daniela Tietz und Bilitis Naujoks, stellt die kommenden Projekte seiner Initiative vor. © Mahad Theurer

Der Kamener Verein „ProMensch“ veranstaltet eine Impfaktion, die auch Geflüchtete ansprechen soll. Der erste Termin findet am Sonntag, 28. November, zwischen 11 und 14 Uhr im Jugendkulturcafé an der Poststraße statt, der zweite am Montag, 20. Dezember, von 15 bis 18 Uhr in den Räumen an der Schulstraße. Dabei werden Menschen vor Ort sein, die bei etwaigen Sprachbarrieren dolmetschen können.
Die Impfaktion ist eines von mehreren Projekten, die die ehrenamtliche Initiative ProMensch in der kommenden Zeit auf den Weg bringen möchte.

Aufklärung mithilfe von „Apfelworkshops“

Im Zuge ihrer integrativen Arbeit finden im Haus an der Schulstraße Aufklärungsworkshops unter anderem zum Thema Mietrecht, aber auch zu Aspekten wie Nachhaltigkeit statt.

In einem sogenannten „Apfelworkshop“ wurden Geflüchtete in diesem Zusammenhang über die unterschiedlichen Wege, auf denen Lebensmittel in die Auslagen deutscher Supermärkte gelangen, informiert. Dazu gab es eine Menge Rezepte zum heimischen Apfel.
Für die Aufklärung über Rassismus wird demnächst der von Kamener Schülern produzierte Film „Die Wahrheit über Lesbos“ gezeigt. Dieser besteht aus einem Zusammenschnitt aus Videoaufnahmen von der Insel Lesbos und einem Interview mit Daniela Tietz, der Kassenführerin von ProMensch. Tietz hatte sich mehrere Monate selbstlos auf Lesbos engagiert und berichtet in dem Interview von ihren Eindrücken.

Das Thema LGBTQ

Auch das Thema LGBTQ gewinnt für die Flüchtlingsinitiative immer mehr an Bedeutung. Homosexuelle Geflüchtete und solche, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren, zählen oft zur Gruppe der politisch Verfolgten. Sie bekleiden in ihren hiesigen Communities häufig eine Außenseiterrolle.

Diesen Menschen soll durch das Anbringen von Regenbogen-Flaggen in den Schaufenstern der Initiativen im Umkreis signalisiert werden, dass sie sich mit ihren Belangen an die Ehrenamtler wenden können. Darüber hinaus gibt es eine Kooperation mit der Rosa- und der Aidshilfe Bochum, die in bestimmten Fragen professionelle Unterstützung gewährleisten kann.

Für eine anstehende von ProMensch organisierte Kinderweihnachtsfeier spendet die Friedrich-Ebert-Grundschule Geschenke.
Jeder, der sich über die Angebote der Initiative informieren möchte, kann dies über ihren Facebook-Auftritt tun. Diejenigen, die sich selbst engagieren möchten, beispielsweise als Unterstützung beim Deutsch lernen, oder etwas spenden möchten, können die Initiative unter ihrer Mailadresse [email protected] erreichen.

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