Fast drei Promille im Blut Mofafahrer fällt im Kreisverkehr um

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Ein Mofafahrer aus Kamen hielt sich nicht im Sattel und fiel um (Symbolbild). Er hatte laut Polizei 2,8 Promille im Blut.
Ein Mofafahrer aus Kamen hielt sich nicht im Sattel und fiel um (Symbolbild). Er hatte laut Polizei 2,8 Promille im Blut. © picture alliance/dpa
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Ein 62 Jahre alter Kamener ist am Nachmittag des 20. Juli mit seinem Mofa unterwegs. Am Kreisverkehr Werver Mark/Mühlhauser Straße in Heeren fällt er plötzlich einfach um.

Menschen, die ihm zur Hilfe eilen, verständigen die Polizei.

Die Beamten stellen einen Promillewert von 2,8 bei dem Mofafahrer fest. Sein Ausflug brachte ihm einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts Kamen ein.

Seit dem Vorfall angeblich keinen Tropfen mehr getrunken

„Ich gebe die Tat zu. Das war absoluter Mist“, so das Geständnis des Mannes. „2,84 Promille, das ist sehr viel. Haben Sie ein Alkoholproblem“, wollte der Richter wissen. Auch das gab der 62-Jährige zu. Seit dem Vorfall habe er allerdings keinen Tropfen mehr getrunken, sei inzwischen bei den Anonymen Alkoholikern. Er wolle sein Leben ändern, bekomme dabei auch Unterstützung von seiner Frau. Für den Kamener war es nicht das erste Mal, dass er wegen Trunkenheitsfahrt aufgefallen war, wie sein Vorstrafenregister zeigte.

Bereits 2020 war er wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss verurteilt worden. Damals zu 1200 Euro. Dieses Mal verdoppelte der Richter die Strafe auf 2400 Euro. Zudem verhängte er eine Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis von einem Jahr und ein Fahrverbot von drei Monaten. Damit darf der Angeklagte nun nicht einmal mehr sein Mofa fahren.