Endspurt auf Mega-Baustelle Nordring: Verkehrsachse durch Kamen ist in Kürze wieder frei

dzArbeiten fast fertig

Die Mega-Baustelle auf dem Nordring zieht in Kürze ab. Anfang Oktober sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann ist die wichtige Verkehrsachse wieder frei – mit einem neuen Fahrgefühl.

Kamen

, 19.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 15 Monaten wird der Nordring sozusagen auf links gezogen und komplett erneuert. Neue Kanäle, neue Fahrbahn, neue Bürgersteige und neue Parkbuchten. Das neue Fahrgefühl auf der jetzt in eine Richtung gesperrten Verkehrsachse kann ab Anfang Oktober genossen werden.

In etwa drei Wochen soll die Freigabe erteilt werden. Dann ist nicht nur die Zeit der Sperrungen und Umleitungen vorbei. Auch die davor lästige Holperei über die Schlaglochpiste bei gedrosseltem Tempo 30 gehört der Vergangenheit an.

Muldenkipper, Asphaltmaschinen und Straßenwalzen. Der Endspurt für die Bauarbeiten auf dem Nordring läuft.

Muldenkipper, Asphaltmaschinen und Straßenwalzen. Der Endspurt für die Bauarbeiten auf dem Nordring läuft. © Stefan Milk

1200 Tonnen Material an einem Tag aufgebracht

Mit wuchtigen Asphaltiermaschinen, Muldenkippern und Straßenwalzen sind die Kräfte der Baufirma Gehrken zurzeit dabei, den letzten Abschnitt zwischen der Straße „Im Grund“ und der Münsterstraße zu asphaltieren. „Allein am Donnerstag haben wir 1200 Tonnen Material für die Asphalt-Tragschicht eingebaut“, berichtet Bernd-Josef Neuhaus, der die Arbeiten als Chef der Stadtentwässerung Kamen (SEK) betreut.

Der Straßenaufbau besteht aus zwei weiteren Schichten, die seit Freitag eingebaut werden – die Asphalt-Binderschicht und die Deckschicht. Letztere soll an diesem Samstag aufgewalzt werden.

Die Bürgersteige sind neu gepflastert worden, ein Fahrradstreifen ist rot geklinkert worden.

Die Bürgersteige sind neu gepflastert worden, ein Fahrradstreifen ist rot geklinkert worden. © Stefan Milk

Pflasterarbeiten, Baumpflanzungen, Straßenmarkierungen

Auch wenn die Bauzeit mit 15 Monaten lang war und sowohl für Anwohner als auch Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger nervig. Neuhaus weist darauf hin, dass die Arbeiten voll im Zeitplan geblieben sind. „Das ist beachtlich, alles ist sehr gut gelaufen.“

Nach der Asphaltierung, die am Wochenende beendet wird, stehen noch einige Detailarbeiten an. Es wird gepflastert, es werden Bäume gepflanzt – und es gibt sogenannte Angleichungsarbeiten“, so Neuhaus. Das sind beispielsweise Arbeiten an den Straßeneinmündungen, damit der Übergang zwischen Alt und Neu perfekt sitzt. Die Straßenmarkierungen auf dem Nordring sollen Ende September, Anfang Oktober aufgebracht werden.

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Mehrere Asphaltschichten für ein besseres Fahrgefühl

Das Fahrgefühl auf dem Nordring wird ab Oktober ein komplett neues sein. Dafür sorgt der Unterbau der Fahrbahn, der vollständig erneuert wurde. Die Asphaltdecke wird am Ende eine Stärke von 26 Zentimetern haben. Die am Donnerstag eingebaute Asphalt-Tragschicht ist 14 Zentimeter stark, die am Freitag eingebrachte Asphalt-Binderschicht hat eine Stärke von 8,5 Zentimetern, die Asphalt-Deckschicht, die sogenannte Verschleißschicht, bildet mit 3,5-Zentimeter-Stärke den oberen Abschluss.

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