Stadt Kamen äußert sich zur Maskenpflicht – und verschärft Kontrollen

dzCorona-Pandemie

In immer mehr Städten gilt die Maskenpflicht nun auch an belebten Orten im Freien – in Kamen nicht. Die Stadt kündigt am Dienstag trotzdem schärfere Kontrollen an.

Kamen

, 20.10.2020, 11:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen gilt im Kreis Unna seit Montag eine Maskenpflicht an besonders belebten Orten in manchen Innenstädten. Betroffen ist mit Lünen nicht nur der aktuelle „Corona-Hotspot“ und die größte Stadt des Kreises, sondern etwa auch die Fußgängerzone in Werne.

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In der Kamener Fußgängerzone besteht hingegen keine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung. Stadtsprecher Rüdiger Büscher erklärt am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion die Gründe dafür. Die Entscheidung sei gefallen nach Rücksprache mit dem eigenen Ordnungsdienst, der die Notwendigkeit nicht sehe.

Stadtsprecher: „Wir haben kein Gedränge wie auf dem Westenhellweg“

„Wir haben, anders als etwa auf dem Westenhellweg in Dortmund, in unserer Fußgängerzone kein Gedränge, die Abstände sind problemlos einzuhalten“, erläutert Büscher.

Zudem habe der Ordnungsdienst berichtet, dass sich die meisten Kamener sehr verantwortungsvoll verhielten. „Es kommt bisher zu keinen massiven Verstößen gegen die Maskenpflicht in Geschäften, und auch an der frischen Luft sind viele Menschen freiwillig mit Maske unterwegs“, so Büscher weiter.

Auf dem Wochenmarkt gilt ohnehin eine Maskenpflicht

Enger gehe es in der Innenstadt eigentlich nur an Markttagen zu, doch auf dem Wochenmarkt gilt ohnehin schon lange eine Maskenpflicht.

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Gleichwohl behalte die Stadt das Infektionsgeschehen selbstverständlich jederzeit im Auge und bewerte die Lage dementsprechend. Stand Dienstagnachmittag zählte das Gesundheitsamt beim Kreis Unna 67 Kamener, die aktuell nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind.

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Sperrstunde, Alkoholverbot: Stadt kündigt verstärkte Kontrollen an

Am Dienstag kündigte die Stadt aufgrund des sich ausbreitenden Virus an, die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln im öffentlichen Verkehrsraum wieder vermehrt zu kontrollieren.

Mit zusätzliche Kontrollen würden auch die neue Sperrstunde in der Gastronomie und das Verkaufsverbot von Alkohol ab 23 Uhr an Kiosken und Tankstellen sowie die Einhaltung der Corona-Regelungen im Handel überprüft.

Verwaltungsmitarbeiter unterstützen Ordnungs- und Sicherheitsdienst

Wie zu Beginn der Pandemie werden neben den Kräften des regulären Ordnungsdienstes und dem beauftragten privaten Sicherheitsdienst zusätzlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Verwaltung eingesetzt.

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