Wirt Karsten Hönes hatte im Frühjahr seine Gaststätte mit viel Aufwand auf Abstand umgebaut. Letztlich umsonst: Die Corona-Beschränkungen gelten allgemein und berücksichtigen nicht individuelle Gegebenheiten. Hoppy‘s Treff bleibt für Gäste geschlossen. © Marcel Drawe

Inzidenz sinkt zu schnell: Hoppy’s Treff bleibt vorerst geschlossen

Ab Samstag treten für den Kreis Unna weitere Lockerungen in Kraft. Auch in Kneipen brauchen Gäste dann keinen Test mehr – passend zur EM. Deutschland spielt am Dienstag. Doch eine Holzwickeder Fußballkneipe bleibt zu.

„Wir hätten einfach nicht damit gerechnet, dass die Inzidenz so schnell sinkt“, sagt Hoppy-Wirt Karsten Hönes. Am Wochenende bräuchten seine Gäste nicht einmal mehr einen Corona-Test. Außerdem steht die Fußballeuropameisterschaft vor der Tür. Doch die Holzwickeder Traditionskneipe bekommt erst mal einen neuen Fußboden.

Und ein neues Tresenoberteil. Karsten Hönes hat den Lockdown genutzt, um alles schön zu machen für seine Gäste. Dass er sich dabei etwas mehr hätte beeilen sollen, konnte der Wirt bei den hohen Neuinfektionszahlen vor wenigen Wochen kaum ahnen.

Und dass er nun das Fußball-Geschäft verpasst, schmerzt ihn auch nicht sonderlich. „Wir hatten jetzt so lange geschlossen, da kommt es auf ein paar Wochen auch nicht mehr an.“ Außerdem: „Bei uns wird ohnehin eher Bundesliga geguckt.“ Hönes plant, Hoppys Treff ab Juli aufzumachen.

Das Kreiseleck ist schon wieder offen. Zu Weltmeisterschaften hat auch Rolf Mündnich ab und zu Spiele gezeigt. Für die kommende EM ist aber noch nichts geplant. Die Bude eingerannt hätten ihm die Gäste bisher nicht, so Mündnich. „Die Corona-Tests sind vielen zu umständlich“, weiß der Wirt. Dass die Tests am Samstag gänzlich wegfallen, kommt ihm deshalb sehr entgegen. Mündnich hofft, dass die Stammtische zurückkehren.

Die Gaststätte zum Pütt kündigt ihre Öffnung für Freitag, 11. Juni, ab 14 Uhr im Internet an. Nicht erreichen konnten wir die Betreiber vom Fässchen. Ein Bierchen können Holzwickeder am Wochenende also wieder trinken. Drinnen, draußen und ohne Test. Unter Leuten Fußball gucken, dürfte schwieriger werden.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung

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