Dreist abgestellt: Anwohner ärgern sich über abgemeldete Dauerparker

dzIm Holzwickeder Norden

Dauerparker rauben vielen Anwohnern im Holzwickeder Norden an sich schon die Nerven. Anscheinend stellen aber nicht die oft beklagten „Auswärtigen“ ihre Fahrzeuge langfristig ab.

Holzwickede

, 26.10.2020, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein unscheinbarer VW Passat an der Natorper Straße nahe Oelpfad und Stehfenstraße war Anwohnern bereits im August aufgefallen. Zwar mit Kennzeichen aber ohne Zulassung stand der Wagen in einer Parkbucht an der Straße. Die Scheiben waren heruntergelassen, einiger Unrat im Wageninneren verteilt.

Ohne Zulassung dürfen Fahrzeuge nicht im öffentlichen Verkehrsraum stehen, sagte Torsten Doennges aus dem Holzwickeder Ordnungsamt dereinst. Der Wagen müsse also weg. Dafür galt es, den Halter ausfindig zu machen. Erst wenn das nicht gelingt, gilt der Pkw als „unerlaubter Abfall“ und darf entfernt werden.

Passat steht weiterhin abgemeldet an der Straße

Ob das der Halter wusste oder nicht: Der Wagen verschwand kurz darauf. Oder auch nicht, wie eine aufmerksame Anwohnerin nun beweist. Sie hat den Passat nun einige Hundert Meter weiter an der Natorper Straße vor dem Standort des Elektrogroßhändlers Sonepar entdeckt und auch fotografiert.

Die Anwohnerin vermutet hinter den unerlaubten Park-Aktionen einen Anwohner aus dem Norden. Dem würden weitere Autos der Marke VW gehören, die mitunter auf seinem Grundstück lagern. Aber eben nicht nur hier: Einige der Modelle würden wechselweise entlang von Friedrich-, Kant-, Schubert- oder Mozartstraße stehen.

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„Die Autos sind geprägt dadurch, dass diese ein Erscheinungsbild aufweisen, als seien diese auf dem Weg zum Schrottplatz, von innen nur aus Müll bestehen und alle ein Passat älteren Baujahrs sind“, beschreibt die Anwohnerin, die das Verhalten aufgrund der knappen Parkmöglichkeiten vor Ort öffentlich machen will. Sie sieht darin ein „Hobby“ des Halters zu Lasten der anderen Anwohner.

Vermeintlicher Halter verteilt „Müllautos“ im Norden

Gut ein halbes Dutzend Volkswagen würden sich demnach regelmäßig entlang der genannten Straßen verteilen. „Jetzt fragen wir uns, was wir als Bürger tun müssen, dass diese ganzen Autos verschwinden und der Herr seine Müllautos von den Straßen entfernt“, so die betroffene Anwohnerin und weiter: „Wir als Anwohner sind alle nur noch genervt von den überall verteilten Autos!“

Auf Anfrage sagte Ordnungsamtsleiterin Stefanie Heinrich, dass Maßnahmen gegen das geschilderte Verhalten aus rechtlicher Sicht schwierig seien. Alleine das Umparken des Wagens könne dazu führen, dass „die Situation durch unsere Mitarbeiter jeweils neu aufgenommen werden muss“, so Heinrich.

Es böten sich durchaus rechtliche Schlupflöcher, um auch „Schrottwagen“ im öffentlichen Raum halten zu können. Heinrichs Empfehlung: Auffälligkeiten konsequent dem Ordnungsamt der Gemeinde via Telefon oder Email melden.

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