Auf einer Fläche an der Kreuzung Stehfenstraße/Oelpfad, wo ein Regenrückhaltebecken entstehen soll, tut sich momentan nichts. Grund ist unter anderem die Corona-Krise – aber nur indirekt. © Kohues
Abfluss von Niederschlägen

Bombenverdacht und Corona: Bau von neuem Regenrückhaltebecken um Monate verzögert

Eigentlich hätte an der Ecke Oelpfad und Stehfenstraße schon bald ein neues Regenrückhaltebecken entstehen sollen. Wegen der Corona-Krise war ein entscheidender Schritt aber nicht möglich.

Schon im Februar wurde eine Fläche, die an der Kreuzung Stehfenstraße/Oelpfad und Natorper Straße liegt, komplett von Bäumen befreit. Seitdem hat sich dort wenig getan. Der Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens wurde frühzeitig ausgebremst.

Wie Torsten Doennges, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes mitteilt, steht an der betroffenen Stelle seit Februar eine Prüfung des sogenannten Kampfmittelräumdienstes an. Dieser Schritt, so erläutert Doennges, ist bei Bauprojekten üblich. Weil Holzwickede während des Zweiten Weltkriegs ziemlich stark zerbombt wurde, müsse bei fast jedem Neubau in der Gemeindemitte und im Norden das Gelände zunächst auf Blindgänger untersucht werden.

Suche nach Kampfmitteln war wegen Corona nicht möglich

An dieser Stelle sei eine entsprechende Untersuchung in den vergangenen Wochen nicht möglich gewesen. Sofern man fündig geworden wäre, hätte man reagieren müssen: „Normalerweise werden dann Anwohner evakuiert und etwa bei ihren Verwandten oder in Turnhallen untergebracht“, erklärt Doennges. Wegen der harten Kontaktbeschränkungen, die in der Corona-Zeit gelten, sei das zuletzt nicht möglich gewesen, so Doennges weiter.

Der Auftrag an den Kampfmittelräumdienst sei jedenfalls erteilt. Wann es auf der Fläche weitergeht, konnte Doennges noch nicht sagen.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski
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