Alterndes Holzwickede: So könnte sich die Gemeinde in 20 Jahren verändert haben

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Die Bevölkerung wird älter, die Zahl der Senioren steigt, die Geburten sinken. Wie aber sieht es in Holzwickede aus? Eine Prognose zeigt, wie die Gemeinde 2040 aussehen könnte.

Holzwickede

, 22.10.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Holzwickede wird älter. Für eine Stadt, in der Menschen leben und eben auch altern, eigentlich nicht ungewöhnlich, würde nicht das Verhältnis zwischen Jung und Alt kippen. Im Demografiereport der Gemeinde zeigt sich: Bis 2040 wird der Anteil der unter 65-Jährigen weiter abnehmen, die der über 65-Jährigen hingegen drastisch steigen.

Anfang 2020 lebten 17 510 Menschen in Holzwickede, wie aus der Auswertung der Einwohnermeldedaten hervorgeht. Damit sinkt die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um gerade einmal 54 Menschen. Eine Prognose für das Jahr 2040 geht von 16 665 Bürgern aus, also knapp 900 Holzwickedern weniger als aktuell.

Besonders verändern wird sich dabei der Holzwickeder Süden gen Opherdicke. Dort steigt das Durchschnittsalter bis 2040 auf 52 Jahre (heute 49 Jahre). Im Holzwickeder Norden liegt es dabei nur bei 46 Jahren (heute 41 Jahre). Für den Norden wird auch ein Bevölkerungswachstum von rund 10 Prozent erwartet, während er in Opherdicke um fast 9 Prozent sinkt.

Viele Singles in Holzwickede

Ein Großteil der Bürger, die in Holzwickede leben, stammen dabei aus Deutschland. Gerade mal 16 Prozent der Emscherquell-Bevölkerung sind Menschen mit Migrationshintergrund oder Ausländer. Rund die Hälfte aller Holzwickeder ist derzeit verheiratet und macht damit auch die größte Gruppe in der Bevölkerung aus. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten für Singles, denn rund jeder vierte Holzwickeder ist entweder ledig oder geschieden.

Fast 2000 Holzwickeder (11 Prozent) sind zwischen 0 und 12 Jahren alt, gerade einmal vier Prozent der Bürger befinden sich im jugendlichen Alter zwischen 13 und 19 Jahren.

Mit Blick nach 2040 ändert sich daran nur wenig. Die Zahl der Holzwickeder unter 17 Jahren sinkt von 15 auf 13 Prozent. Steigen hingegen wird die Zahl der über 50-Jährigen. Die liegt 2020 bei fast der Hälfte, wird in den kommenden Jahren jedoch auf rund 53 Prozent steigen, mit großem Anteil der über 65-Jährigen. Dann wird nämlich nicht mehr jeder vierte Holzwickeder jenseits der 65 Jahre sein, sondern schon jeder Dritte.

Jugend schrumpft, die Alten wachsen

Beim Blick auf die geschätzte Altersverteilung 2040 zeigt sich jedoch das Problem in Holzwickede: Während die Zahl der Kinder im Krabbelgruppen- oder Kindergartenalter in den kommenden 20 Jahren um rund ein Viertel abnimmt, steigt die Zahl der Hochaltrigen - also Personen jenseits der 65 Jahre - um fast 30 Prozent an. Holzwickede könnte also in den kommenden zwanzig Jahren seine Jugend verlieren, während der Anteil der über 60-Jährigen in der Bevölkerung stetig zunimmt.

Fast gleich bleibt einzig die Zahl der Auszubildenden oder Studierenden in Holzwickede. Die liegt laut Demografiereport in 20 Jahren mit schwacher Zunahme gegenüber dem aktuellen Stand bei 1144 Bürgern.

Zukunft nicht in Stein gemeißelt

Ein Blick in die Statistiken verrät jedoch auch, dass die Prognose nur das wahrscheinlichste Zukunftsszenario abbildet. Ausreißer bei der Zuwanderung, wie es 2015 durch die Flüchtlingskrise der Fall war, werden dabei oft nicht berücksichtigt. Wer weiß also, was in den kommenden Jahren noch auf die Gemeinde zukommt und wie sie 2040 tatsächlich aussieht.

Teil des Demografiereports war auch eine Diagnose der besten und schlechtesten anzunehmenden Zukunft. Demnach könnte die Bevölkerung Holzwickedes 2040 auch bei 24 000 Menschen liegen, oder nur noch bei knapp 14 000 - oder am wahrscheinlichsten irgendwo dazwischen.

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