Menden möchte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen

Flüchtlinge aus Griechenland

Die Bereitschaft der Stadt Menden zur Aufnahme minderjähriger Geflüchteter hat das kommunale Jugendamt jetzt gegenüber dem Landesjugendamt Rheinland, das die Verteilung koordiniert, signalisiert.

Menden

, 19.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dem Städtebündnis sicherer Häfen soll die Stadt Menden nicht beitreten. Aber die Verwaltung signalisiert nun ihre Bereitschaft, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen.

Dem Städtebündnis sicherer Häfen soll die Stadt Menden nicht beitreten. Aber die Verwaltung signalisiert nun ihre Bereitschaft, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. © picture alliance/dpa

Das Jugendamt der Stadt Menden hat dem Landesjugendamt Rheinland, das die Verteilung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge regelt, die Bereitschaft zur Unterstützung zugesichert. In Folge dessen ist laut Stadtverwaltung bereits ein unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Menden aufgenommen worden. Dieser wurde bei Verwandten untergebracht und wird jetzt vom Jugendamt betreut.

Generell hätten verwandtschaftliche Bezüge, wie etwa bei der Zusammenführung von Familien oder der Unterbringung bei Verwandten, bei der Verteilung oberste Priorität, teilt die Stadt Menden mit. Vonseiten der Bundesregierung sei aktuell beabsichtigt, lediglich 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen, die auf das gesamte Bundesgebiet verteilt werden sollen.

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Laut Landschaftsverband Rheinland seien derzeit allerdings Flüge aus Griechenland gestoppt, da es dort mehrere Corona-Fälle gab. Diese Flüge könnten aber in 14 Tagen wieder aufgenommen werden.

„Sollten dann weitere Kinder und Jugendliche Menden zugewiesen werden, sind Jugendamt und auch das Team Soziales und Integration dazu bereit, diese auch aufzunehmen und zu betreuen“, heißt es aus dem Mendener Rathaus.

Bürgerinnen und Bürger hatten sich bereits im Sommer gewünscht, dass Menden dem Städtebündnis sicherer Häfen beitritt. Doch die politische Mehrheit lehnte ab. Wohl aber sollte die Stadt Bereitschaft zur Aufnahme Minderjähriger signalisieren. Dieser Forderung ist sie jetzt nachgekommen.

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