PCB-Verdacht in Körne - Stadt gibt Ergebnis bekannt

Pflanzen belastet

Im Umfeld der Firma M+S Silicon in Körne hatte es im Juni den Verdacht auf mögliche Belastungen durch PCB-Emissionen gegeben. Nun hat die Stadt das Untersuchungsergebnis bekannt gegeben.

von Daniel Reiners

Dortmund, Körne

, 26.10.2020, 19:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Dortmunder Stadtteil Körne hatte es den Verdacht auf belastende PCB-Emissionen im Boden gegeben. Nun gibt die Stadt das Untersuchungsergebnis bekannt.

Im Dortmunder Stadtteil Körne hatte es den Verdacht auf belastende PCB-Emissionen im Boden gegeben. Nun gibt die Stadt das Untersuchungsergebnis bekannt. © picture alliance/dpa

Im Juni hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) die Stadt Dortmund über die Ergebnisse von Löwenzahnuntersuchungen im Umfeld der Firma M+S Silicon in Körne informiert. Die Untersuchungen lieferten Hinweise auf erhöhte PCB-Emissionen. Daraufhin hatte die Stadt vorsorglich Empfehlungen zum Verzicht auf den Anbau und Verzehr einiger Gemüsesorten ausgesprochen.

Durch das LANUV wurden anschließend Grünkohlproben in insgesamt sechs Kleingärten angepflanzt. Der Grünkohl dient als Indikator und wird im November geerntet. Mit dessen Analyseergebnissen sei Anfang des nächsten Jahres zu rechnen. Das teilte die Stadt Dortmund am Montag (26.10.) mit.

Keine Einschränkungen für Kinderspielaktivitäten

Zusätzlich seien im Auftrag des städtischen Umweltamtes an verschiedenen Stellen Bodenproben bereits entnommen worden. Die wichtigste Erkenntnis: In keiner der Bodenproben seien die Einzelsubstanzen (PCB 47, 51, 68) nachgewiesen worden.

Auch der gesetzliche Prüfwert der Bundesbodenschutz-Verordnung für Kinderspielflächen sei im Hinblick auf PCB in allen Proben unterschritten. Allerdings seien für eine abschließende Bewertung des Obst- und Gemüseanbaus die Ergebnisse der Grünkohluntersuchungen abzuwarten. Ob die vorsorglichen Nicht-Verzehrempfehlungen entfallen können, werde sich erst in einigen Monaten zeigen.

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