Eine Patrouille von Ordnungsamt und Polizei im Gespräch mit Besuchern des Phoenix-Sees. © Felix Guth
Coronavirus

Maskenpflicht in Parks und am Phoenix-See: So lief der erste Tag

Seit Samstag gilt an beliebten Ausflugszielen eine Maskenpflicht im Freien. Die Eindrücke des ersten Tages zeigen: Die neue Regel wird eingehalten. Aber sie führt auch zu Diskussionen.

Tag eins der verschärften Maskenpflicht in Dortmunder Parks und am Phoenix-See ist trocken und kühl. Er bietet nicht das perfekte Ausflugswetter. Deshalb ist es leerer als vor einer Woche.

Aber voll genug, um überprüfen zu können, wie die Dortmunderinnen und Dortmunder die neue Regel annehmen. Im Vorfeld hatte die am Donnerstag (25.2.) von der Stadt Dortmund angekündigte Erweiterung der Maskenpflicht viel Kritik hervorgerufen.

Erste Erkenntnis aus Besuchen am Phoenix-See, im Hoeschpark und im Westpark: Die große Mehrheit trägt einfach eine Schutzmaske und geht ihrer Wege.

Dieses Video zeigt die Situation am Phoenix-See am Samstagnachmittag

Aber die neue Regelung führt an manchen Stellen auch dazu, dass vermeintlich einfache Dinge zu einem großen Diskussionsthema werden können.

Zu beobachten ist das am Samstagnachmittag am Phoenix-See. Dort macht sich gegen 14 Uhr eine Patrouille aus Mitarbeitern des Ordnungsamts und der Polizei auf den Rundweg.

50 Euro für eine Dose Red Bull

Kurz vor der Kaipromenade sprechen sie ein junges Pärchen an. Der Mann hat aus einer Red-Bull-Dose getrunken und dafür die Maske abgesetzt. In Fußgängerzonen war das schon vor der Verschärfung der Maskenpflicht nicht erlaubt.

Auf die Ansprache durch die Ordnungskräfte reagiert er gereizt. „Ich habe doch jetzt die Maske auf. Was wollen sie noch von mir?“, fragt er, nachdem er die Brause-Dose in einen Mülleimer geworfen hat.

Es fällt das Wort „Anwalt“, die Diskussion geht noch einige Minuten weiter. Der Mann muss 50 Euro zahlen. Laut der Beamten, weil er sich uneinsichtig gezeigt habe.

Fotostrecke

Erster Tag Maskenpflicht im Freien: Die Lage in Dortmunds Parks und am Phoenix-See

Andere Personen, die ebenfalls zum Essen oder Trinken die Maske absetzen, kommen mit einem Hinweis davon. Dennoch ernten die Kontrolleure auch viele verständnislose Blicke von Familien, als sie diese bitten, ihre Pommes Frites und das Eis jenseits der Fußgängerzone und des Rundwegs zu verzehren.

Hotspots sollen entlastet werden

Schließlich haben sie bei kühlem Wind durchaus lange dafür angestanden. Es lässt sich nach dem ersten Tag noch nicht ablesen, ob die Strategie der Stadt funktioniert, durch die Maskenpflicht die Hotspots zu entlasten.

Fahrradfahrer und Jogger gehen mit der neuen Regelung nach ersten Eindrücken unterschiedlich um. Einige tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung, andere nicht. Dieses Bild zeigt sich auch im Hoeschpark und Westpark.

Dieses Video zeigt die Situation in Dortmunder Parks am Samstagnachmittag:

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
Zur Autorenseite
Felix Guth
Lesen Sie jetzt