Sinan-G (links) zusammen mit Rapper-Kollege Haftbefehl bei einer Filmpremiere 2018. © picture alliance/dpa
Rapper und Schauspieler

Illegales Rennen? Entscheidung nach Unfall von Netflix-Star in Dortmund

Der Musiker und Schauspieler Sinan-G war mit einem Porsche in einen schweren Unfall in Dortmund verwickelt. Die Polizei sprach von einem illegalen Rennen. Jetzt gibt eine rechtliche Entscheidung.

Mehr als 90.000 Euro Sachschaden sind entstanden, als am 23. Februar (Dienstag) ein Porsche in der Nähe des Fredenbaumparks mit einer Stadtbahn zusammengeprallt ist. Am Steuer des Autos saß der Rapper und Schauspieler Sinan-G, der durch die Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ einem größeren Publikum bekannt wurde.

„Vorher hatte er sich Augenzeugen zufolge ein illegales Rennen mit einem anderen Autofahrer geliefert“, schrieb die Polizei Dortmund am Tag darauf in einer Pressemitteilung zum Vorfall. Dieser Darstellung hat der Essener Prominente in einem Video an seine Fans deutlich widersprochen.

„Ich bin niemals ein Straßenrennen gefahren und werde auch niemals eins fahren“, sagte er. An der Kreuzung der B54 zur Lindenhorster Straße habe er wenden wollen und dabei die von hinten kommende Stadtbahn zu spät wahrgenommen. Die Bahn traf den Porsche am Heck, Sinan-G kam mit leichten Verletzungen kurzzeitig ins Krankenhaus.

Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingestellt

Seiner Schilderung ist die Staatsanwaltschaft jetzt gefolgt – und hat ihr Verfahren Mitte April eingestellt, wie Sprecher Henner Kruse bestätigt. Weil der Beschuldigte ein Rennen abstreitet und keinerlei Beweismittel vorlägen, werde nicht weiter ermittelt. Es gebe keine konkreten Hinweise auf einen zweiten Wagen, der beteiligt gewesen sein könnte.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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