Nach den Osterferien starten die meisten Schüler wieder im Homeschooling statt im Klassenraum. © picture alliance/dpa
Corona-Pandemie

Distanzunterricht an Dortmunder Schulen wird noch länger gelten

Schüler, Eltern und Lehrer in Dortmund müssen sich wohl auf eine längere Zeit mit Distanzunterricht an Schulen einstellen. Die Stadt will dazu schon jetzt die Weichen stellen.

Seit Montag (19.4.) ist die neue „Allgemeinverfügung“ in Kraft, die vor allem die Verlängerung des Distanzunterrichts an Schulen bedeutet. Die Stadt Dortmund hatte zu der beantragten Schulschließung – mit Ausnahmen für Notbetreuung und Abschlussklassen – Ende vergangener Woche die Zustimmung des Landes bekommen.

Grund war der absehbare Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen auf mehr als 200 Fälle pro 100.000 Einwohner. Befristet ist die Schulschließung zunächst bis zum 25. April. Doch die betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer können sich schon jetzt darauf einstellen, dass es bei der Regelung mit Distanzunterricht über den nächsten Montag hinaus bleiben wird.

Oberbürgermeister Thomas Westphal kündigte am Dienstag (20.4.) nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands an, dass die Stadt die Allgemeinverfügung „dem Grunde nach“ verlängern will.

Dazu kommt, dass im Laufe dieser Woche das neue Infektionsschutz-Gesetz des Bundes in Kraft treten soll. Es sieht Distanzunterricht an Schulen ab einer Inzidenz von 165 vor – da liegt Dortmund mit aktuell 203 (laut RKI) deutlich darüber. Unabhängig davon könnten Länder und Städte auch schärfere Regungen beschließen.

„Das Infektionsschutz-Gesetz setzt nur den Mindeststandard“, erklärte Rechtsdezernent Norbert Dahmen. „Wir werden weiter in der Lage sein, auch weiterhin strengere Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen, wenn es medizinisch geboten ist.“

Sportplätze bleiben geschlossen

Davon will man auch Gebrauch machen. So soll, anders als im aktuellen Gesetzentwurf des Bundes vorgesehen, Gemeinschaftssport für Kinder unter 14 Jahren in Dortmund weiterhin untersagt bleiben. Die städtische Sportplätze bleiben geschlossen, kündigte Oberbürgermeister Thomas Westphal an. Ebenso wie die Museen. Ausgesetzt bleibt auch die Möglichkeit, mit Termin und aktuellem negativen Corona-Test einkaufen zu gehen (Click-and-Meet).

Westphal äußerte zugleich Verständnis für die Sorgen und Probleme vor allem von Eltern und Schülern mit den Einschränkungen. „Wir wissen alle, wie schwierig es ist, das zu organisieren, und was uns das abverlangt“, sagte der Oberbürgermeister.

Gegen eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus‘ helfen allerdings nur „Disziplin und Impfen“, stellte Westphal fest. Und er sei überzeugt, dass die ganz überwiegende Zahl der Dortmunderinnen und Dortmund das auch so sehe.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich
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