Restaurant-Besitzerin Mai Dorsch und ihr Koch Fufu Li zeigten, wo man asiatische Spezialitäten herbekommt. © Schaper
Im Asia-Supermarkt

Auf Einkaufstour: Restaurant-Chefin gibt Geheimtipps der asiatischen Küche

Was sind eigentlich klassische asiatische Spezialitäten und wo bekommt man die in Dortmund her? Wir waren mit einer Restaurant-Besitzerin und ihrem Koch auf Einkaufstour und geben viele Tipps.

Mehrere Regale mit verschiedenen Sojasaucen, Reis-Säcke mit einem Gewicht von 18 Kilogramm und natürlich darf die winkende Glückskatze nicht fehlen: Die Eindrücke vom Asia-Supermarkt Tain Kim Heng an der Hohen Straße erschlagen mich. Es ist alles riesig und es gibt eine Auswahl und Vielfalt von Produkten aus der asiatischen Küche, die mir in dem Ausmaß noch nicht bekannt war.

Wir begleiten Mai Dorsch, Inhaberin des Restaurants „Miss Mai“, und Fufu Li, ihren Koch, beim Einkauf für ihr Restaurant. Dabei wollen sie mir zeigen, welche Zutaten und Köstlichkeiten die asiatische Küche zu bieten hat, die viele bisher eher nicht auf dem Schirm hatten.

Eine Sojasauce, um einem Gericht eine dunklere Farbe zu verleihen

Los geht es mit fermentiertem – also speziell eingelegtem und gegorenem – Tofu. „Diesen Tofu kann man gut als Gewürz nutzen. Alternativ lässt er sich für gedämpfte Brötchen (Bao Buns, Anm. d. Red.) als Dip verwenden“, erklärt Dorsch.

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Auf Erkundungstour nach asiatischen Spezialitäten

Aus Klebreismehl lassen sich leckere Desserts machen, sagt die Restaurantbesitzerin. Sie meint Mochi – einen japanischen Reiskuchen, der traditionell vor allem zu Neujahr gegessen wird. Wichtig: Klebreis wird bei der Zubereitung nicht gekocht, sondern gedämpft.

Dann sind wir schon bei der Sojasauce, die es in dem Supermarkt aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Farben und Formen gibt. „Die dunkle Variante ist etwas dickflüssiger. Man nimmt sie meist dafür, um dem Gericht eine dunklere Farbe zu verleihen. Die klassische Sojasauce ist die helle, die einen intensiven und salzigen Geschmack hat. Aber es gibt auch süßliche Varianten, die gut zu gebratenen Nudeln passen“, beschreibt sie.

Tausendjähriges Ei am besten pur

Beim Gemüse angelangt, stoßen wir auf eine spezielle Form von Schalotten. Diese seien noch kräftiger im Geschmack und könne man für viele Gerichte als Gewürz verwenden.

Am besten brät man diese kurz an, rät Mai Dorsch, die wenig später auf einmal ein riesiges Ei in den Händen hält. Um genauer zu sein, handelt es sich um ein so genanntes Tausendjähriges Ei – eine Delikatesse aus der chinesischen Küche. Das isst man idealerweise pur und es passt gut in einen Salat.

Thung Tai und Tong-Ho zählen zu den chinesischen Blattgemüsen und werden in der asiatischen Küche zum Würzen verwendet. „Ich fand es am Anfang schwierig, in Deutschland Gewürze zu finden, die der asiatischen Küche ähnlich sind. Deshalb habe ich mich gefreut, hier diese beiden Gewürze zu bekommen“, erklärt die junge Frau mit den roten Haaren. Die Zubereitung sei leicht: Man nehme nur etwas Salz und Öl und brate es dann kurz an.

Wintermelone und Durianfrucht als spezielle Obstsorten

Zudem verleihen andere Gewürze wie Chinesischer Bärlauch und Thai-Basilikum der asiatischen Küche einen besonderen Geschmack. „Das Thai-Basilikum kann man gut als Belag für Pizza nehmen oder daraus ein Pesto machen. Der chinesische Bärlauch unterscheidet sich vom deutschen darin, dass er noch etwas kräftiger im Geschmack ist“, erklärt Mai Dorsch.

Und wo das Gemüse ist, kann das Obst nicht weit sein: Auch die Durianfrucht – die typisch für die südostasiatische Küche ist, kann man bei Tain Kim Heng erwerben. Das auch als Stinkfrucht bekannte Obst hat ein süßes Fruchtfleisch und bekommt dadurch einen sehr süßen Geschmack.

Und auch die Wintermelone gehört zu den klassischen asiatischen Früchten, die man in anderen Supermärkten wohl kaum bekommt. In erster Linie wird die Wintermelone zur Suppe verarbeitet.

Auch die gekochten Garnelen gehören zu den asiatischen Spezialitäten. Sie seien ein natürlicher Geschmacksverstärker und würden dem Essen eine würzige Note verleihen, meint die Restaurantchefin.

Dieser Artikel ist Teil der neuen Reihe „Foodlover Dortmund“. Alle Artikel dieser Reihe finden Sie hier.

Info

Hier bekommt man asiatische Spezialitäten

  • Neben dem Tain Kim Heng in der Hohen Straße 62 hat auch der „go asia – Asien Supermarkt“ (Westenhellweg 70-84, im Untergeschossen von Galeria Kaufhof) ein vielfältiges Angebot.
  • „Bei go asia bekommt man vor allem eine gute Auswahl an chinesischen Produkten. Bei Tain Kim Heng ist die komplette asiatische Küche abgedeckt“, meint Restaurantbesitzerin Mai Dorsch.
  • Zudem gibt es noch den TTS Asien Supermarkt in der Rheinischen Straße 52. Direkt daneben befindet sich der Fischmarkt Suresh, der bei Asiaten für den frischen Fisch beliebt ist und auch weitere Produkte führt.
  • In der Rheinischen Straße 79 befindet sich zudem TKS Bestfoods. „Beide sind spezialisiert auf indische bzw. tamilische Produkte“, sagt Mai Dorsch.
  • Weitere Anlaufstellen für asiatische Spezialitäten sind: Himalayas Asian Supermarkt in der Hansastraße 7-11; der Hoa-An Asia Markt in der Münsterstraße 172-190.
Über den Autor
Volontär
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad
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