Landgericht

Anklage: Dortmunderin (23) soll Serie schwerer Straftaten begangen haben

Eine 23-jährige Dortmunderin muss sich vor dem Landgericht verantworten. In fünf Monaten soll sie quer durchs Strafgesetzbuch gerauscht sein. Doch vor Gericht geht es auch um ihre Gesundheit.
Die Angeklagte auf dem Weg in den Gerichtssaal. © Martin von Braunschweig

Mit der Festnahme der Angeklagten beendete die Polizei im August 2020 eine ganze Serie von schweren Straftaten. Neben Ladendiebstahl, Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen die Polizei wird der 23-Jährigen auch ein versuchter Raub vorgeworfen.

In der Nähe des Nordmarkts soll die Angeklagte damals nacheinander auf zwei Frauen gestoßen sein, von denen sie hoffte, dass sie Geld oder irgendwelche Wertsachen in der Tasche hatten.

Frau mit Reizgas besprüht

Laut Anklage zog die 23-Jährige der ersten Frau an den Haaren und herrschte sie an: „Gib mir 20 Euro. Schnell!“ Und als das Opfer dennoch nicht wie erhofft reagierte, soll die Angeklagte auch noch eine Dose Reizgas zum Einsatz gebracht haben.

Kurze Zeit später soll die 23-Jährige die zweite Frau mit einem Faustschlag niedergestreckt und dann versucht haben, ihr das Handy wegzunehmen. Auch dieses Vorhaben scheiterte jedoch laut Anklageschrift am Widerstand des Opfers.

Hintergrund der Straftaten soll die langjährige Drogenabhängigkeit der Angeklagten sein. In dem Prozess vor dem Landgericht geht es daher nicht allein darum, die richtige Strafe zu finden, sondern auch um die Frage, ob die Frau einen Teil in einer geschlossenen Entziehungsklinik verbüßen kann. Mit einem Urteil wird noch in diesem Monat gerechnet.

Lesen Sie jetzt