BVB-Routinier Hummels angefressen: „Dafür können wir uns heute nichts kaufen“

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BVB-Verteidiger Mats Hummels applaudiert.
Zerknirscht nach dem 1:2 in Manchester: BVB-Routinier Mats Hummels. © imago / Offside Sports
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Kampf, Wille, Leidenschaft: All das schmissen die Profis von Borussia Dortmund beim englischen Spitzenklub Manchester City in die berühmte Waagschale. Am Ende wurde der Druck zu groß, Erling Haaland kannte kein Erbarmen mit seinem Ex-Klub. Und so verlor der BVB am Ende trotz der zwischenzeitlichen Führung durch 1:2. Das sagen Mats Hummels, Jude Bellingham, Edin Terzic und Erling Haaland:

Mats Hummels: „Es geht darum, das Spiel zu gewinnen, aber auch ein Punkt wäre nicht schlecht gewesen. Wir hatten City da, wo wir sie haben wollten, sie hatten kaum Torchancen. Kurz vor dem Gegentor wurden wir passiv. Dann ist City nicht so schlecht. (…) Die taktische Umstellung ist eine Ausrede. Wir waren müde, haben viel gefightet. Wir haben uns aufgeopfert. (…) Aber wir gehen nicht drauf. Dann ist Erling Haaland Erling Haaland. Das ist nicht zu verteidigen. Wer meint, Schlotti trifft eine Schuld, kann sich vom Sportjournalismus abmelden. (…) Der Frust sitzt sehr tief und überwiegt. Vom Rest können wir uns heute nichts kaufen.“

Jude Bellingham: „Ich habe keine Erklärung. Wir haben es über weite Strecken brillant gemacht, sie vor Aufgaben gestellt. Sie haben sehr gut gespielt. Wir haben ihn etwas Platz gegeben – den haben sie genutzt. Wir haben bis dahin das Tor sehr gut verteidigt, waren gut, Alex hat das Tor gut verteidigt, wir waren sehr kompakt. Am Ende sind wir sehr enttäuscht. (…) Wir haben wenig Ballbesitz, waren mental und physisch ausgelaugt. Dann kommen Spieler wie Cancelo. Sie haben uns viel bewegt, mussten ihnen immer folgen. Wir hatten Haaland 88 Minuten gut im Griff, dann hat er das gemacht, was er macht.“

Edin Terzic: „Es ist das dritte Mal, dass wir gegen sie gespielt haben und das dritte Mal, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren. Es ist richtig bitter, denn die Jungs hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Da sieht man, was für eine Qualität City hat – wenn bei uns die Kräfte schwinden können sie noch mal nachlegen. Wir haben es hinterher leider nicht mehr verteidigt bekommen. (…) Ich weiß nicht, wie viele Tore John Stones aus dieser Position schießt. Das ist brutal ärgerlich, brutal bitter. Wir haben dann noch mal umgestellt auf ein 5-4-1, damit die Wege für unsere Flügelspieler etwas kürzer sind und um unsere Außenverteidiger zu unterstützten. Am Ende ist es die Qualität, die den Unterschied macht. (…) Es gibt nicht viele Spieler auf der Welt, die den auf dieser Höhe reinmachen. Wir haben jahrelang davon profitiert, dass Erling das für uns macht – heute hat er es leider für den Gegner getan. Wir werden in ein paar Wochen wieder auf sie treffen, dann werden wir es ähnlich aggressiv machen und müssen es bis zum Ende durchziehen, wenn wir als Gewinner vom Platz gehen wollen.“

Erling Haaland: „Es war sehr besonders. Das wusste ich schon vor dem Spiel, es war aber sogar mehr als ich erwartet habe. Es war seltsam, aber auch schön, gegen die Jungs zu spielen – ein emotionales Spiel. Ich habe jeden Tag dort genossen, ein großartiger Verein. (…) Dortmund war sehr gut, es war eines der besten Spiele der letzten Jahre. Es war hart, am Ende haben wir drei Punkte eingesackt. (…) Es ist eines meiner besten Tore überhaupt. Mein Job ist es, auf den richtigen Moment zu warten. Dann ist meine Chance gekommen – die habe ich genutzt. Das ist mein Job. (…) Ich wünsche meinen ehemaligen Kollegen viel Glück. Ich hoffe, sie kommen weiter. Ich werde sie in jedem Spiel anfeuern – außer gegen uns.“