Borussia Dortmund

BVB-Kapitän Reus ist bedient: Klartext nach 2:4 in Mönchengladbach

Borussia Dortmund rutscht nach dem 2:4 bei Borussia Mönchengladbach immer tiefer in die Krise. BVB-Kapitän Marco Reus ist bedient, die Kollegen reden Klartext. Die Stimmen zum Spiel.
© dpa

Borussia Dortmund kassiert die nächste Bundesliga-Niederlage und rutscht nach dem 2:4 bei Borussia Mönchengladbach in der Tabelle immer weiter ab. Entsprechend bedient sind die BVB-Profis nach der siebten Saison-Niederlage – und reden Klartext.

Borussia Dortmund verliert in Gladbach: Das sagen die BVB-Spieler

Mats Hummels (BVB-Abwehrchef): „Wir haben schon wieder ein Spiel durch Standards verloren. Wir haben ein gutes Spiel gesehen von beiden Mannschaften. Dann lassen wir drei Standardgegentore zu – und man verliert. Standards verteidigen ist ein ganz großer Punkt bei uns. Es war nicht alles schlecht, im Spiel waren wir nicht unterlegen, aber wir kassieren nun mal drei Standardgegentore und haben verdient verloren. Jetzt ist erstmal Erholung nötig, damit wir nach der misslungenen Woche mit der nötigen Energie in die nächste Woche gehen.“

Marco Reus (BVB-Kapitän): „Eckballsituationen kann man immer verteidigen. Wir wiederholen uns sehr häufig bei den Gegentoren und den individuellen Fehlern. Wenn wir das nicht abstellen, wird es schwierig, ein Spiel zu gewinnen. Wir haben eine ordentliche Reaktion gezeigt nach den ersten 15 Minuten. Wir kriegen dann komplett unnötig das 2:3. Da darf niemals ein Tor fallen! Das ist bitter. Da bringst du dich selbst um den Lohn und musst so viel investieren, um wiederzukommen. Das ist für den Kopf schwer. Natürlich bin ich sauer gewesen. Keiner lässt sich gerne auswechseln und keiner liegt gerne zurück. Wir wollten das Spiel gerne gewinnen und deswegen ist das eine normale Reaktion von mir.“

Manuel Akanji (BVB-Verteidiger): „Mit dem 1:1 waren wir gut im Spiel. Nach der Führung hatten wir auch Chancen zum 3:1 oder 4:1. Wir kriegen wieder ein Standardgegentor, nach dem 2:3 haben wir eigentlich noch genug Zeit, das Spiel zu drehen. Aber dann geht noch ein Standard rein. Jedes Gegentor war ein bisschen anders. Beim letzten hat die Zuteilung nicht gestimmt. Beim ersten steht Elvedi blank in der Mitte, da ist etwas schief gelaufen. Beim zweiten steht er alleine und keiner läuft nach dem Freistoß nach. Das ist zu einfach.“

Julian Brandt (BVB-Offensivakteur): „Wir müssen gehörig aufpassen. Die Spiele werden immer weniger. Wir müssen punkten. Das ist ganz klar. Wir müssen wieder dahin kommen, wo wir am Anfang der Saison waren. Wir haben wenig Tore kassiert. Das hat uns sehr gutgetan. Uns fehlt auch eine gewisse Leichtigkeit. Die müssen wir irgendwie zurückerlangen.“

Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund: Das sagen die BVB-Verantwortlichen

Edin Terzic (BVB-Trainer): „Es war ein sehr intensives Spiel, es fing sehr hektisch an. Sobald der Ball im Spiel war, war das Tempo hoch. Wir mussten aber mehr Aufwand betreiben als Mönchengladbach, um ein Tor zu erzielen. Es waren zu viele Rückschläge, die wir verarbeiten mussten. Es ist sehr schade, wenn man offensiv ein so gutes Spiel gemacht hat und sich defensiv nicht belohnt. Es waren intensive Wochen, aber bei mir überwiegt die Enttäuschung, nicht die Müdigkeit.“

Michael Zorc (BVB-Sportdirektor): „Wenn man sich in so einem Spiel gegen eine gute Mannschaft drei Tore durch Standardsituationen fängt, wo du einfach nicht da bist, dann braucht man sich über das Ergebnis am Ende keine Gedanken machen. Das ist relativ einfach erzählt.“

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