BVB siegt zum Saisonauftakt - Spielerin feiert nach Kreuzbandriss starkes Comeback

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BVB-Spielerin Dana Bleckmann zeigte eine starke Leistung bei ihrem Comeback.
BVB-Spielerin Dana Bleckmann zeigte eine starke Leistung bei ihrem Comeback. © Stephan Schuetze
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Eine stärkere Antwort hätte die Handballdamen des BVB nicht geben können. Mit einem sportlichen Ausrufezeichen setzte sich der letztjährige Vizemeister mit 34:24 (20:13) gegen Union Halle-Neustadt durch. Wie weggewischt waren die anhaltende Verletzungsmisere mit den zahlreichen Ausfällen und die belastenden Ereignisse rund um die Spielerinnen Mia Zschocke und Amelie Berger. Die junge, neu zusammengesetzte Mannschaft zeigte sich vor 450 Zuschauern unbeeindruckt und legte einen Auftakt nach Maß hin. Erfolgreichste Torschützin des BVB war Alina Grijseels mit acht Treffern.

BVB-Coach André Fuhr war sichtlich erleichtert, auch wenn es niemals einen Zweifel am Ausgang des Spiels gab. „Es war ein typisches erstes Spiele, wir hatten gute Phasen, haben gut verteidigt und gut gekontert, hatten aber auch Probleme in der Abwehr. Das war ein guter Auftakt für uns. Jetzt nehmen wir die positiven Dinge mit und arbeiten noch etwas an unserer Disziplin“, zog Fuhr ein zufriedenstellendes Fazit.

Alina Grijseels war mit acht Toren beste Werferin des BVB.
Alina Grijseels war mit acht Toren beste Werferin des BVB. © Stephan Schuetze

Beim Saisoneinstand hatte der BVB schnell erste Anlaufschwierigkeiten überwunden, die Abwehr wurde zunehmend aggressiver, nach zehn Minuten lag der BVB mit 6:3 in Front. Kapitänin Alina Grijseels erwies sich wie immer als sichere 7-Meter-Schützin, Lisa Antl arbeitet stark am Kreis und in der Abwehr, Meret Ossenkopp war bis zur 13. Minute beim Stand von 9:5 allein dreimal von Rechtsaußen erfolgreich. Torfrau Yara ten Holte sorgte zudem für einen sicheren Rückhalt. Stark auch Dana Bleckmann in ihren ersten Meisterschaftsspiel nach langer Verletzungspause.

Das Tempospiel, ein Markenzeichen des BVB, funktionierte spätestens nach zehn Spielminuten ausgezeichnet. Und das, obwohl der Trainer auf eine ganze Reihe seiner Spielerinnen verzichten musste, sogar ganz auf eine Linkshänderin verzichten musste. Nach 15 Minuten stand es 10:5 durch Zöe Sprengers. Halle-Neustadt nahm eine erste Auszeit. Der BVB blieb unbeeindruckt, agierte souverän und zog auf 12:6 durch Dana Bleckmann davon, die auch mit dem Halbzeitpfiff den 20:13-Halbzeitstand herstellte.

Im zweiten Durchgang setzte der BVB sein Tempospiel fort. Frida Rønning und Zöe Sprengers erhöhten schnell auf 22:13. Der BVB zeigte zunehmend Unkonzentriertheiten im Abschluss, vergab zahlreiche Chancen, Trainer Fuhr reagierte und nahm ein beim Stand von 23:16 ein erstes Team-Timeout (41.). Maraike Kusian, Dana Bleckmann und Lisa Antl erhöhten danach schnell auf 26:18 (45.). Sophie Moth, die zweite Torfrau, durfte sich zum ersten Mal im BVB-Tor beweisen.

In den letzten zehn Minuten agierte der BVB wieder souverän. Kapitänin Alina Grijseels traf per Siebenmeter zum 30:20 – zum ersten Mal in dieser Partie lag der BVB mit zehn Toren in Führung. Bei Halle-Neustadt ließen die Kräfte nach, beim BVB traf Frida Rønning zum 34:24-Endstand.

BVB: ten Holte, Moth; Grijseels (8/6), Sprengers (5), Kusian (2), Antl (4), van Kreij (2), Ossenkopp (3), Sasaki, Rønning (4), Stens (1), Hausherr, Bleckmann (5), Garovic.