
Der Landesbetrieb Straßen NRW hat sich Zeit gelassen, doch jetzt kam auch die offizielle Absage in Bergkamen an: Die Landesbehörde will die Verkehrsmenge an der Jockenhöfer-Kreuzung nicht außer der Reihe zählen. Sie ist für die beiden Straßenzüge, die sich dort kreuzen, zuständig – die Werner Straße (B233) und der Straßenzug Osten-/Westenhellweg (L736).
Der Bergkamener Stadtrat hatte die erneute Zählung im Zusammenhang mit der Planung der Surfworld auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Werne gefordert. Gutachter gehen davon aus, dass der größte Teil der Besucher über die A1-Abfahrt in Rünthe und die Jockenhöfer-Kreuzung nach Werne fährt. Die Anwohner dieses Bereichs gehen von einer erheblichen zusätzlichen Verkehrsbelastung aus, besonders an den Wochenenden im Sommer.
In diesem Zusammenhang sind auch Zweifel an der derzeitigen Belastung aufgekommen, die Straßen NRW gezählt hat. Die letzte Zählung war 2021, als das Verkehrsaufkommen nach Ansicht der Anwohner wegen der Pandemie geringer war.
Straßen NRW hat der Stadt mitgeteilt, dass die Behörde keine neue Zählung vor 2025 plant – möglicherweise zu spät für die Surfworld-Pläne. Der Bergkamener Baudezernent Jens Toschläger kündigte an, dass die Stadt jetzt selbst zählen will. „Wir werden ausrechnen, was das kostet und dem Stadtrat einen entsprechenden Beschluss vorlegen“, sagte er.