Schutz vor Corona: Bergkamener Schule führt Lüftungsbeauftragte ein

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Mit dem Schulstart nach den Ferien verschärfen sich in den Schulen die Corona-Schutzvorkehrungen. Manche der neuen Regeln sind für die Schulen nur schwer umzusetzen.

Bergkamen

, 26.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bergkamen gibt es jetzt Lüftungsbeauftragte. In jeder Klasse ist eine Schülerin oder ein Schüler dafür verantwortlich, dass in den Klassenräumen tatsächlich alle 20 Minuten gründlich gelüftet wird. Eine der Maßnahmen, die das Schulministerium als Schutz vor dem Coronavirus vorschreibt.

An der Schule gab es bereits einen Coronafall, weshalb sich Realschüler und Lehrer testen lassen mussten, die Kontakt zu dem betroffenen Schüler hatten. „Er hat sich aber nicht in der Schule infiziert“, betont Schulleiterin Petra Huß. Sondern wohl eher beim Fußball.

Das regelmäßige Lüften gilt als eine der wirkungsvollsten Schutzmaßnahmen gegen das Virus.

Das regelmäßige Lüften gilt als eine der wirkungsvollsten Schutzmaßnahmen gegen das Virus. © picture alliance/dpa

Maskenpflicht im Unterricht

Wie in den anderen Schulen müssen die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule jetzt auch im Unterricht Masken tragen. Und wie in den anderen weiterführenden Schulen in Bergkamen sind sie daran schon gewöhnt: Nicht nur die Freiherr-vom-Stein-Schule, sondern auch die Realschule sowie das Städtische Gymnasium und die Willy-Brandt-Gesamtschule hatten ihren Schülern dringend geraten, auch nach dem Wegfall der Maskenpflicht im Klassenzimmer im Sommer weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Wie die Leitungen aller vier Schulen berichten, hält sich die große Mehrheit der Schüler daran.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule und die anderen Schulen hatten ihren Schülern schon vor den Ferien dringend empfohlen, Masken zu tragen.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule und die anderen Schulen hatten ihren Schülern schon vor den Ferien dringend empfohlen, Masken zu tragen. © Stefan Milk

„Ich halte das für eine sinnvolle Maßnahme“, sagt zum Beispiel der kommissarische Schulleiter der Willy-Brandt-Gesamtschule, Dirk Rentmeister. Er hat hinreichend Erfahrungen mit Corona-Infizierungen an seiner Schule gesammelt. Rentmeister betont aber auch, dass es keineswegs im normalen Schulbetrieb zu Ansteckungen gekommen ist: „Das Problem war eine Klassenfahrt.“

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Lernen in festen Gruppen ist nicht ganz einfach

Die Gesamtschule startete nach den Ferien wie die anderen weiterführenden Schulen mit Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen. Die Schüler sollen nach Möglichkeit in festen Gruppen, also im Klassenverband, lernen.

In der Oberstufe an der Gesamtschule und am Gymnasium funktioniert das so nicht. Aber hier greifen ebenfalls entsprechende Regeln: „Auch ein Leistungskurs gilt als homogene Gruppe“, sagt die Leiterin des Gymnasiums, Bärbel Heidenreich. In der Mittelstufe gebe es Fächer wie Latein, Französisch oder Religion, für die die Gymnasiasten ihren Klassenverband verließen: „Die Arbeitsgruppen allerdings fallen aus.“

Hinweisschilder erinnern die Schüler an die elementaren Schutzregeln.

Hinweisschilder erinnern die Schüler an die elementaren Schutzregeln. © Stefan Milk

Auch an den Realschulen lässt sich das Konzept der geschlossenen Gruppen nicht vollständig umsetzen. Beim vierten Hauptfach befinden sich die Schüler ebenfalls in einer Art Kurssystem. Spätestens im November solle das auch wieder aufgenommen werden, sagt der Leiter der Realschule Oberaden, Jörg Lange.

An viele Corona-Schutzmaßnahmen müssen sich die Bergkamener Schüler gar nicht neu gewöhnen.

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Jede Jahrgangsstufe hat ihren eigenen Schulhofbereich

So hat das Gymnasium bereits zu Schuljahresbeginn jeder Jahrgangsstufe einen bestimmten Eingangs- und Schulhofbereich zugeteilt, damit sich die Schüler nicht zu nahe kommen. Das funktioniere gut, berichtet Heidenreich.

Sie ist überzeugt, dass Schüler und Lehrer auch mit den Lüftungsregeln zurecht kommen. Auf ihrer Homepage erinnert die Schule daran, „den Temperaturen angepasste Kleidung zu tragen“.

Auch Realschulleiter Jörg Lange macht sich keine Sorgen über eine ausreichende Frischluftzufuhr. Nur beim Sportunterricht in der schuleigenen Turnhalle und der Römerberg-Sporthalle könnte es etwas schwierig werden, meint er: „Da müssen wir schauen, ob die Lüftungsanlagen das auch in der sechsten Stunde noch schaffen.“

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