Feuerwehrleute suchten auch unter Atemschutz nach dem Feuer im Hochhaus an der Töddinghauser Straße. Sie fanden nichts. © Michael Dörlemann
Feueralarm

Rauch ohne Feuer – Großeinsatz der Feuerwehr in Hochhaus an der Töddinghauser Straße

Die Meldung, dass es eine massive Rauchentwicklung in einem Hochhaus an der Töddinghauser Straße gibt, führt zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Einen Brand finden die Einsatzkräfte aber nicht.

Wenn diese Adresse bei einer Brandmeldung auftaucht, schrillen bei der Bergkamener Feuerwehr vermutlich noch einige Alarmglocken mehr als gewöhnlich: Um 16.13 Uhr alarmierten Bewohner des Hochhauses Töddinghauser Straße 135 die Feuerwehr und meldeten „massive Rauchentwicklung“. Die Feuerwehr musste das Gebäude und das Hochhaus daneben, das mit dem Gebäude eine Einheit bildet, bei einem Brand auch schon komplett evakuieren.

Feuer mit Gefährdung von Menschenleben gemeldet

Da „Feuer 3“ von der Rettungsleitstelle gemeldet war, bei dem in den Gebäuden mit vielen Bewohnern auch Menschenleben in Gefahr sind, rückten die Rettungskräfte geballt an. Alarmiert waren die Einheiten aus Bergkamen-Mitte, Weddinghofen, Overberge und Oberaden, die mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort waren.

Auch der Leitende Notarzt und der Rettungsdienst waren im Einsatz. Die Polizei sperrte die Töddinghauser Straße komplett zwischen dem Rathaus und dem Kreisverkehr an der Friedenskirche. Autos wären allerdings ohnehin nicht durchgekommen. Die ganze Straße war mit Einsatzfahrzeugen zugestellt.

Die Töddinghauser Straße war komplett von Einsatzfahrzeugen blockiert. © Michael Dörlemann © Michael Dörlemann

Schon als die Feuerwehr anrückte, konnte sie jedoch nichts mehr von der massiven Rauchentwicklung in einem der Obergeschosse ausmachen.

Sie machte sich aber trotzdem auf die Suche nach einem Feuer in dem riesigen Gebäude – zum Teil vorsichtshalber unter Atemschutz. Schon nach kurzer Zeit konnte Stadtbrandmeister Dirk Kemke, der den Einsatz leitete, Entwarnung geben. Die Feuerwehr hatte nirgendwo ein Anzeichen für einen Brand gefunden. Rauch fand sie auch nicht mehr – noch nicht einmal Brandgeruch.

Wie es zu der Alarmierung kam, blieb rätselhaft

Wie es zu der Alarmierung kam, blieb am Sonntagnachmittag zunächst rätselhaft. Schon rund 35 Minuten nach der Alarmierung hatten fast alle Rettungskräfte den Einsatzort wieder verlassen.

Schon nach etwa einer halben Stunde konnte die Feuerwehr die Schläuche wieder einrollen. © Michael Dörlemann © Michael Dörlemann

Es dürfte der Feuerwehr und den Bewohnern des Hochhauses sehr recht gewesen sein, dass sich die Meldung um eine massive Rauchentwicklung als Fehlalarm erwies. Nach einem Feuer, das von den inzwischen abgerissenen Turmarkaden ausging, hatten die beiden Hochhäuser evakuiert werden müssen.

In den Tagen danach hatte die Stadt die Gebäude wegen Brandschutzmängeln geräumt und für unbewohnbar erklärt. Nach langen Auseinandersetzungen und nachdem zusätzliche Brandschutzvorkehrungen getroffen wurden, konnten die Bewohner nach Monaten wieder zurück in ihre Wohnungen.

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Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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