Landesministerin Ina Scharrenbach und Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke bei einem Parteiempfang der CDU vor der Corona-Pandemie. © Archiv/Stefan Milk
Kanzlerkandidatur

Laschet oder Söder? CDU-Promis aus dem Kreis Unna positionieren sich

Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur bei der CDU/CSU rückt näher. Wir haben den Kreis-Parteichef und eine Ministerin aus dem Kreis Unna nach ihren Favoriten gefragt.

Das Duell um die Kanzlerkandidatur ist voll entflammt – und könnte schon bald entschieden sein. Am Montag stellte sich jedenfalls das CDU-Präsidium hinter seinen Vorsitzenden, unterstützt Armin Laschet. Ein Beschluss ist aber noch nicht gefasst worden.

Laschets Kontrahent, der bayrische Ministerpräsident Markus Söder, soll sich im CSU-Präsidium dafür ausgesprochen haben, dass die Entscheidung erst Ende der Woche fallen soll.

Auch Laschet spricht bisher allenfalls von einem „Meinungsbild“ im Präsidium seiner Partei. Und dieses Meinungsbild fällt auch bei zwei führenden Köpfen der CDU aus dem Kreis Unna eindeutig zu seinen Gunsten aus.

Ina Scharrenbach: „Armin Laschet hat meine volle Unterstützung“

Die Kamenerin Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Bauen, Kommunales und Gleichstellung, sagte auf Anfrage unserer Redaktion: „Die CDU steht hinter der Kanzlerkandidatur von Armin Laschet. Das zeigt das Votum des Präsidiums. Armin Laschet hat meine volle Unterstützung. CDU und CSU können zusammenführen und die Gesellschaft zusammenhalten. Diese Aufgabe ist wichtiger denn je.“ Scharrenbach (44), die auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands ist, gilt seit Langem als Vertraute Laschets, unterstützte auch seine Wahl zum Bundesvorsitzenden der Partei.

Marco Morten Pufke: „Ganz klar, dass mir Laschet näher ist“

Der Bergkamener Marco Morten Pufke (47), Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Unna, hätte seinerzeit indes lieber Friedrich Merz anstelle von Laschet als Parteichef gesehen. Nun aber stellt auch Pufke sich hinter den Ministerpräsidenten von NRW. „Ich bin CDU-Mitglied und CDU-Kreisvorsitzender – ganz klar, dass mir Armin Laschet da näher ist“, so Pufke.

Er halte freilich beide, sowohl Laschet als auch Söder, für „absolut geeignet“, die Republik zu führen, ergänzte Pufke. Beide hätten das als Regierungschefs von großen und bevölkerungsreichen Bundesländern hinreichend bewiesen.

Angesprochen auf die Umfragen, die Söder derzeit klar vor Laschet sehen, sagte Pufke: „Was Umfragen für einen Wert haben, haben wir ja damals bei Martin Schulz gesehen.“ Zur Erinnerung: Der SPD-Kanzlerkandidat von 2017 war seinerzeit mit viel Rückenwind gestartet, bei der Wahl einige Monate aber krachend gescheitert.

Unabhängig von der Person, so Pufke, sei es in jedem Fall gut für die Union, dass die K-Frage in dieser Woche endlich geklärt werde. Warum? „Weil die Partei Klarheit will und ich denke, dass auch die Wählerinnen und Wähler Klarheit wollen.“

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Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit 2000 Journalist, seit 2010 beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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Kevin Kohues
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