Hotel an der Jockenhöfer-Kreuzung: Eigentümer will nicht verkaufen

dzGeplantes Boardinghaus

Am liebsten würde Alfons Böcker sofort loslegen mit dem Bau eines Hotels an der Jockenhöferkreuzung. Einen Betreiber hat er auch schon gefunden. Doch noch gehört ihm die Brachfläche in Rünthe nicht.

Bergkamen

, 27.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durch die Nachricht, dass auf dem Zechengelände in Werne die größte Wellensurf-Anlage der Welt entstehen soll, sieht sich Alfons Böcker mit seinen Plänen für die Jockenhöfer-Kreuzung in Rünthe bestätigt: „Die liegt ja ganz in der Nähe“, sagt der Unternehmer aus Werne. Er will auf der Brachfläche an der Schnittstelle zwischen der Werner Straße und dem Westenhellweg ein „Boarding-Haus“, also ein Hotel mit Zimmern und Apartments bauen.

Böcker rechnet damit, dass die Surfanlage, die im Sommer 2023 an den Start gehen soll, ihm zusätzliche Gäste in das Hotel spülen wird. Doch auch sonst sieht er Bedarf für die Übernachtungsmöglichkeit: „In dieser Hinsicht ist Bergkamen ja Diaspora“, sagt Böcker. Er betreibt das „Diner Route 66“ in Werne sowie die Firma Böcker Projektbau, die Gebäude in modularer Bauweise errichtet.

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Der Eigentümer will die Fläche nicht verkaufen

Mindestens ein Problem muss Böcker aber noch lösen, bevor er seine Hotel-Pläne realisieren kann: Das Grundstück an der Kreuzung gehört ihm gar nicht. Sondern einer Gesellschaft, die die Ruine der ehemaligen Gaststätte Jockenhöfer vor etlichen Jahren im Paket mit anderen Immobilien gekauft hatte. Als das Gebäude baufällig wurde, musste der Eigentümer es abreißen lassen. Seitdem liegt die Fläche brach.

Alfons Böcker betreibt bereits das Diner „Route 66“ in Werne - nun will er auch in Bergkamen aktiv werden.

Alfons Böcker betreibt bereits das Diner „Route 66“ in Werne - nun will er auch in Bergkamen aktiv werden. © Reininghaus

Wie Böcker berichtet, will die Gesellschaft das Grundstück aber nicht verkaufen, sondern nur in Erbpacht vergeben. Das wiederum kollidiert mit den Plänen des potenziellen Betreibers, den Böcker eigenen Angaben zufolge an der Hand hat. Gleichwohl hofft er, dass er sich mit den Vertretern der Immobiliengesellschaft noch einigt. Immerhin habe es vor einigen Monaten einen Ortstermin in Rünthe gegeben, berichtet Böcker.

Die Parkplatz-Frage muss gelöst werden

Bisher ist allerdings auch völlig unklar, ob Böcker mit einer Baugenehmigung aus dem Rathaus rechnen kann. Er stehe zwar in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, sagt er. Aber weil die Grundstücksfrage noch nicht geklärt ist, hat er noch keine formelle Bauvoranfrage gestellt.

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Eine wichtige Rolle dürfte dabei die Parkplatzfrage spielen: Böcker will insgesamt 32 Stellplätze einrichten: 16 auf dem Gelände, 16 in einer Art Tiefgarage. Problematisch dürfte die Zufahrt werden, das Grundstück liegt zwischen einer Bundes- und einer Landesstraße. Böcker ist optimistisch, dass sich das lösen lässt: Mit dem Bauantrag will er zwei Varianten vorschlagen, wie sich der Verkehr am Hotel lenken lässt.

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