Heizen oder essen? Energiepreis-Mahnwache jetzt auch in Bergkamen

Redakteur
„Bei diesen Energiepreisen geht bei uns kein Licht an.“ Die Partei „Die Linke“ veranstaltete am Donnerstag auf dem Alten Markt eine Mahnwache gegen hohe Energiepreise.
„Bei diesen Energiepreisen geht bei uns kein Licht an.“ Die Partei „Die Linke“ veranstaltete am Donnerstag auf dem Alten Markt eine Mahnwache gegen hohe Energiepreise. © Stefan Milk
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Deutlich höhere Preise werden in diesem Jahr auf den Geldbeutel der Energiekunden schlagen. Die Partei „Die Linke“, Ortsverein Kamen-Bergkamen, veranstaltet deswegen zu dem Thema eine „Mahnwache gegen explodierende Energiepreise“ am Montag, 24. Januar, um 17 Uhr am Stadtfenster in Bergkamen, „in direkter Nähe zum Büro der GSW“, wie es am Samstag hieß.

„Insbesondere die Familien und Einpersonenhaushalte und die Haushalte mit Verdienenden aus dem Niedriglohnsektor werden so vor die Wahl gestellt, entweder ihre Wohnung zu heizen oder sich etwas zu essen zu kaufen. Dies ist ein Skandal!“, so Till Peters, Fraktionsgeschäftsführer der Linke im Bergkamener Stadtrat. Er hatte bereits in Kamen eine ähnliche Mahnwache veranstaltet, der als „sehr erfolgreich“ bezeichnete.

Hohe Preissteigerungen nach dem Jahreswechsel

Während die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen (GSW) zum Jahreswechsel beim Strom keinen Aufschlag nahmen, verteuerten sie ihren Erdgas-Tarif um etwa 20 Prozent. Andere Energieversorger erhöhten deutlich stärker oder mussten sogar aufgeben und Kündigungen aussprechen. Sie hatten sich nicht rechtzeitig mit ausreichend Energiemengen versorgt, weil sie auf tiefere Preise hofften.

Problem für deren Kunden, die zum Wechsel gezwungen sind: Als Neukunde bei anderen Versorgern werden sie die von den Preissteigerungen hart getroffen, teilweise mit doppelt so hohen Abschlägen. „Bei diesen Energiepreisen geht uns kein Licht auf“, so Peters.