Grüner Weg über das Zechengelände – von einem Wald zum anderen

dzNatur in Bergkamen

Bergkamener können fast komplett einen Weg Parks und Grünanlagen nehmen, wenn sie vom Lütke Holz zum Zechenpark wollen. Bald soll der Weg noch weitergehen.

Bergkamen

, 19.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Bergkamener zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch den Kernbereich ihrer Stadt wollen, dann müssen sie fast nie an der Straße entlang. Es gibt eine Verbindung, die vom Lütke Holz durch den Wasserpark, den alten Friedhof Mitte und den Zechenpark bis zum Nordberg führt. Nur an der Friedenskirche führt er ein kurzes Stück an der Landwehrstraße entlang. Bald sollen Spaziergänger und Radler von dort auch in den Wald hinter der Gartensiedlung und damit in die freie Natur kommen.

Grünzug soll am „Schalke-Kreisel“ beginnen

Zum Stadtmittekonzept „Bergkamen mittendrin“, das erst kürzlich verabschiedet worden ist, gehört auch ein Grünzug, der über das ehemalige Zechengelände Grimberg 1/2 führen soll. Er soll den Zechenpark und den Wald miteinander verbinden.

Er soll etwa in Höhe des sogenannten „Schalke-Kreisel“ mit der blau-weißen Lichtstele beginnen und von dort in Höhe des Wertstoffhofs in den Wald münden, erklärt Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters.

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Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Auch das Freiraumgutachten „Rand und Band“ von 2003 sah schon eine solche Verbindung vor. Die sollte jedoch noch östlich um das Zechengelände herum führen – etwa dort, wo sich der Opferweg befindet.

Der östliche Teil der ehemaligen Zeche ist noch fast völlig ungenutzt. Nur in einem Bereich lagert zurzeit noch der Sand, der für die Schachtverfülllung auf Haus Aden benötigt wird.

Der östliche Teil der ehemaligen Zeche ist noch fast völlig ungenutzt. Nur in einem Bereich lagert zurzeit noch der Sand, der für die Schachtverfülllung auf Haus Aden benötigt wird. © Michael Dörlemann

Auch Gewerbe auf dem östlichen Teil des Zechengeländes

Der östliche Teil des ehemaligen Zechengeländes, der zurzeit für meisten Bergkamener noch hinter einem grünen Wall verborgen ist, wird bisher nicht genutzt.

Nach den Vorstellungen der Planer soll er nicht nur für den Grünzug genutzt werden. Peters möchte dort auch gerne kleinere Gewerbebetriebe auf dem Gelände ansiedeln. Das würde die Not bei den Gewerbeflächen, die Bergkamen hat, zumindest etwas lindern.

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Möglicherweise sollen nicht nur die alten Pläne aus dem Freiraumgutachten wieder aufleben, sondern auch noch andere Planungen. Haldenplaner Peter Drecker beispielsweise hatte schon einmal die Idee, im Zechenpark einen „Weg der wartenden Frauen“ anzulegen und künstlerisch zu gestalten.

Er sollte an die Bergmannsfrauen erinnern, die früher vor dem Zechentor auf Nachrichten von ihren Männern gewartet haben – oder auch nur auf das Haushaltsgeld, wenn es die Lohntüte gab.

Peters sieht jetzt recht gute Chancen, den Grünzug und solche Ideen zu verwirklichen, um die Bergkamener Stadtmitte aufzuwerten. Schließlich sind mit dem Stadtmittekonzept auch Aussichten auf Fördergelder vom Land für solche Projekte verbunden.

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