Fotowettbewerb startet: Bergkamen ist „mein Ding!“

dzFoto-Projekt zum Mitmachen

Gesichter und Personen jeglicher Art sucht die Stadt Bergkamen für ein ganz besonderes Kunstprojekt: Portraitfotos sollen das Pestalozzihaus in der Stadtmitte zieren. Jeder kann mitmachen.

Bergkamen

, 23.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein neues Kunstprojekt für Bergkamen, und doch passt es wunderbar in das Konzept der vorhandenen Kulturarbeit, die Kunst in den öffentlichen Raum holt: Im kommenden Jahr sollen die Bergkamener nicht nur am Pestalozzihaus eine neue „Galerie im öffentlichen Raum“ bekommen, wie es Jugendkunstschulleiter Gereon Kleinhubbert bezeichnet. Die Bergkamener sollen auch selbst Teil der dort gezeigten Dinge werden. Gesucht werden nämlich Portraitfotos von Bergkamenern aus Überzeugung, die den Satz „Bergkamen ist mein Ding, weil...“ beenden.

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Fassadenschmuck fürs Pestalozzihaus

Ob der Ort, der das Herz höher schlagen lässt, der eine Rucksack, mit dem man einst nach Bergkamen kam, oder das Hobby, das einem zum Teil der Stadtgemeinschaft werden lässt: Die Bildmotive, die die Bergkamener einreichen, sollen außer dem gezeigten Gesicht einen weiteren Bezug zu Bergkamen haben. „Das ist durchaus ein komplexes Projekt“, erklärt Projektleiterin Manuela Wenz, die das Projekt gemeinsam mit der Künstlerin Iris Wolf mit Leben füllen möchte.

Am Ende soll zum einen eine Art Collage aus den eingesandten Fotos entstehen, zum anderen sollen aber etwa 18 Portraits ausgesucht werden, die künftig die Fassade des Pestalozzihauses zieren sollen.

Das Pestalozzihaus soll im Innenhof eine besondere Fassadenverschönerung bekommen: Portraits von Bergkamenern sollen hier angebracht werden.

Das Pestalozzihaus soll im Innenhof eine besondere Fassadenverschönerung bekommen: Portraits von Bergkamenern sollen hier angebracht werden. © Marcel Drawe

Keine Grenzen für die Phantasie, sondern sogar Hilfestellung

Ob der Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt, die Bäuerin auf der Kuhweide, die Nordberg-Anwohnerin im Straßencafé oder der Bauhof-Mitarbeiter mit dem Rechen auf der Grünfläche: Der Phantasie bei der Entstehung der Fotos sind keine Grenzen gesetzt. Doch nicht jeder Mitmachwillige wisse, wie seine tolle Idee auch gut fotografisch umzusetzen sei, wissen die beiden Macherinnen.

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Deshalb können Interessierte nicht nur Selfies oder selbst gemachte Portraitbilder bis zum 15. November einsenden, es gibt auch Gelegenheiten, Unterstützung zu bekommen. So können sich Vereine oder Gruppen melden, zu denen dann ein Fotograf kommen wird. Oder es gibt Touren mit Stadtarchivar Martin Litzinger zu besonderen Orten Bergkamens oder mit Klaus Holzer zur Lichtkunst, die von Fotografen begleitet werden. Dabei sollen besondere, spontane Situationen in Bildern festgehalten werden. Unterstützt wird das Projekt dabei von den Fotografen Stefan Milk und Marc-Oliver Knappmann.

Workshops für die inszenierte Fotographie

Nicht zuletzt gibt es Workshops, in denen Iris Wolf für „inszenierte Fotografie“ sorgen wird. Hier sollen die Bergkamener Gegenstände mitbringen, den sie mit Bergkamen verbinden und über den sie eine Geschichte erzählen können. Auch spezielle Hintergrundkulissen können gebaut werden, so dass schon das Foto selbst zum Kunstwerk wird und sich vom rein dokumentarischen Bild wegbewegt.

Einsendeschluss am 15. November

Alle Fotos zusammen genommen sollen dann jedoch zu einem Kunstwerk am Pestalozzihaus werden. Bis 15. November haben die Bergkamener Zeit, ihre Fotos auf dem digitalen Weg einzusenden. Abzüge braucht niemand zu machen. Lediglich quadratisch sollten die Motive am Ende werden und hochauflösend sein, um sie für die Fassadenkunst vergrößern zu können. Welche der eingereichten Bilder tatsächlich an der Fassade im Innenhof zu sehen sein werden, entscheidet eine Jury zum Ende des Jahres.

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Ziel ist es, das Pestalozzihaus noch stärker in das Wohnquartier einzubeziehen – und umgekehrt. „Wir hoffen, dass sich auch viele Nachbarn an dem Projekt beteiligen“, sagt Dezernent Marc Alexander Ulrich. Die Gruppen, die regelmäßig zu Gast im Pestalozzihaus sind, werden in jedem Fall mit eingebunden.

Gefördert wird das insgesamt 53.000-Euro-teuere Kunstprojekt vom Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Im Juli hatte Ministerin Ina Scharrenbach den Zuwendungsbescheid über 42.400 Euro persönlich nach Bergkamen gebracht, da es sich um Beteiligungsprojekt handelt und sich die Teilnehmer intensiv mit dem Heimatgedanken auseinandersetzt.
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