Wer sie fachgerecht desinfiziert kann die Lebenszeit seiner FFP2-Masken verlängern und Geld sparen. © dpa-tmn
Tipps vom Apotheker

Backofen verlängert die Lebenszeit der FFP2-Masken

Eine FFP2-Maske ist nicht ganz preiswert. Ein Apotheker sagt, worauf Käufer achten sollten und wie sich die Lebensdauer verlängern lässt – denn eigentlich sind sie nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

Wer mit Bus oder Bahn zur Arbeit fährt, dort mit Kollegen in einem Raum sitzt und möglicherweise anschließend einkaufen geht – für den wird eine FFP2-Maske schnell lästig. Und sie geht ins Geld. Die Masken sind nämlich eigentlich dafür gedacht, sie nur einmal zu benutzen und dann wegzuwerfen.

Der Bergkamener Apotheker Dieter Schaar von der Sonnen-Apotheke hat Tipps, worauf Maskenkäufer achten sollten – und wie die die Maske häufiger verwenden können.

Apotheker rät zu verstellbarem Gummizug

Schaar rät dazu, ein wenig mehr Geld zu investieren und FFP2-Masken mit CE-Stempel und mit einem verstellbaren Gummizug zu kaufen. Dann lässt sie sich für unterschiedliche Kopfgrößen einstellen und zwickt nicht so schnell hinter den Ohren. Die einstellbaren Gummis sind auch für Menschen mit Hörgerät besser. „Sie reißen sich das Hörgerät sonst beim Auf- und Absetzen der Maske schnell aus dem Ohr“, sagt Schaar.

Vor dem Anlegen der Maske sollten sich Nutzer die Hände gründlich mit Seife waschen, damit sie möglichst keimfrei bleibt. Der Nasenbügel muss anmodelliert werden, damit sie möglichst dicht ist. Wenn sie nicht dicht sitzt, bietet sie keinen Schutz. Nach dem Tragen sollte sie an einem freien, trockenen Platz hängen.

Bleibt noch der Kostenfaktor, denn nach längeren Tragen soll die Maske eigentlich entsorgt werden. Das lässt sich auf zwei Arten umgehen: Sie kann entweder bei Raumluft getrocknet und gelüftet werden. Das dauert jedoch sieben Tage. Nutzer könnten sieben Masken kaufen und sie der Reihe nach tragen – zum Beispiel immer eine Maske an einem bestimmten Wochentag.

Desinfektion bei 80 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen

Einfacher ist es, die FFP2-Maske eine Stunde lang bei Ober- und Unterhitze im Backofen zu desinfizieren. Dazu sollte die Backofentemperatur 80 Grad betragen. Vorher sollte sie einen Tag an der Luft trocknen. Bei unter 70 Grad können Viren, die sich in der Maske befinden, infektiös bleiben. Bei höheren Temperaturen, über 100 Grad, wird die Filterleistung beeinträchtigt und es können Schäden entstehen.

Die Maske darf auf keinen Fall mit Desinfektionsmitteln eingesprüht werden. „Das macht sie unbrauchbar“, sagt Schaar. Auch die Desinfektion im Kochtopf, über Wasserdampf, in der Mikrowelle, der Spülmaschine oder unter der UV-Lampe erzielt entweder keine ausreichende Wirkung oder beschädigt die Masken sogar.

Nähere Informationen, wie sich FFP2-Masken selbst desinfizieren lassen, gibt es in der Deutschen Apotheker-Zeitung auch online.

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Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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