Wartende Lkw, wie hier auf einem Archivbild vor dem Amazon-Logistik-Zentrum in Werne zu sehen, soll es mit der Ansiedlung von Hellmann mit dem neuen Wilo-Lager nicht geben. Auch für spürbar deutlich mehr Lkw-Verkehr werde man nicht sorgen, heißt es. © Jörg Heckenkamp
Wirtschaft in Werne

Wilo in Werne und mehr Lkw-Verkehr? Das sagt der Investor zum CDU-Antrag auf neue Zufahrt

Mit dem Start des Zentrallagers von Wilo in Werne befürchtet die CDU-Fraktion einen zunehmenden Lkw-Verkehr. Sie fordert eine neue Zufahrt zu dem „Garbe-Gelände“. Dazu äußerte sich nun der Investor.

Droht mit Wilo ein Verkehrs-Chaos? Die CDU-Fraktion Werne befürchtet, dass mit der Eröffnung des Zentrallagers des Pumpenherstellers der Lkw-Verkehr im Gewerbegebiet Wahrbrink deutlich zunehmen wird. Aus Sorge, dass die Straße erhebliche Schäden davon tragen könnte, fordert die Fraktion, dass die Politik über eine neue Zufahrt von der Umgehungsstraße aus zu dem neuen Logistikgelände diskutiert.

„Zu der Zeit, als das Gelände noch von der Firma Amazon genutzt wurde, hat sich gezeigt, dass die Straße Wahrbrink völlig überlastet war und Schäden davon trug. Dem möchte die CDU-Fraktion Werne vorbeugend entgegentreten“, teilt die CDU-Fraktion mit.

Die Christdemokraten stellen einen entsprechenden Antrag, um das Thema in der nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses auf die Tagesordnung zu setzen. Darin fordern sie die Stadtverwaltung auf, Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem Investor Garbe Industrial Real Estate zu führen.

„Wir freuen uns sehr über die Ansiedlung der Firma Garbe“, erklärt Uta Leisentritt, Ratsmitglied und Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung. „Durch eine neue Zufahrt möchten wir erreichen, dass der Wahrbrink nicht überlastet wird und die dort ansässigen Firmen nicht zu stark beeinträchtigt werden.“

„Zufahrt wenig problematisch“

Positive Signale für eine neue Zufahrt zum Logistikzentrum gibt Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer des Investors Garbe Industrial Real Estate. „Eine zusätzliche Grundstückszufahrt sehe ich weniger als Problem an. Ich kenne eigentlich keinen Grundstücksbesitzer, der so etwas abgelehnt hat.“

Eine zusätzliche Erschließung allerdings müsste von der heimischen Politik entschieden und finanziert werden. Wenn es tatsächlich zu einer zusätzlichen Zufahrt kommen sollte, dann müsse man aber etwas umplanen auf dem Logistikgelände. „Dann muss man die Fahrwege auf dem Gelände anpassen“, erklärt Hempel.

Auf dem ehemaligen Ikea-Gelände errichtet die Firma Garbe Industrial Real Estate einen Lagerhallen-Komplex mit einer Fläche von 114.000 Quadratmetern. Das Transport- und Logistikunternehmen Hellmann Wordwild Logistics richtet für seinen Kunden, dem Pumpenhersteller Wilo, ein Zentrallager ein.

Nicht mehr Verkehr durch Wilo in Werne

Dass im Wahrbrink mit dem neuen Lager von Wilo, das im ersten Quartal 2022 eröffnet werden soll, mehr Lkw-Verkehr ausgelöst wird, glaubt Volker Sauerborn, Chief Operating Officer Contracts Logistics, von Hellmann nicht. „Wir werden nicht für deutlich mehr Traffic sorgen.“ Das läge etwa daran, dass man wenige Drittlieferanten – etwa im Vergleich zu dem Online-Riesen Amazon – habe. Außerdem werde man das Werk und den Hauptsitz von Wilo in Dortmund etwa durch komplette Lkw-Ladungen versorgen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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