Viele Schüler der Klassen 1 bis 7 befinden sich nun im Distanzunterricht. Der Empfehlung der Landesregierung, die Kinder möglichst zuhause zu lassen, sind in Werne viele Eltern gefolgt. © Andrea Wellerdiek
Coronavirus und Schulen

Werner Schulen im Lockdown: Viele Eltern lassen ihre Kinder bewusst zu Hause

Seit Montag gelten in Werne neue Regeln für den Schulbetrieb. Nun wird deutlich, dass viele Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schicken. Das Angebot des Distanzunterrichts wird gut angenommen.

Dass der Schulbetrieb in dieser Woche deutlich herunter gefahren wird, verkündete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Freitagmittag (11. Dezember). Erst kurz darauf gab es die offizielle Schulmail des zuständigen Ministeriums für die Werner Schulen. Nach einem intensiven Wochenende im Schulamt und an den Einrichtungen selbst startete am Montag (14. Dezember) der Schulbetrieb unter neuen Bedingungen.

Einen Tag später wird im Schulamt deutlich, wie die Schulen mit der Befreiung des Präsenzunterrichts für die Klassen 1 bis 7 umgehen. „Viele Eltern sind der Empfehlung, ihre Kinder zu Hause zu lassen, gefolgt“, fasst Kathrin Kötter, Schulamtsleiterin der Stadt Werne, die Zahlen von Dienstag (15. Dezember) zusammen.

Viele Schüler aus Werne sind nun daheim

Demnach befinden sich aus den Klassen 1 bis 7 insgesamt 912 Schüler aus Werne im Distanzunterricht. Die Zahlen könnten sich im Laufe der Woche noch ändern, erklärt Kötter. Klar ist aber: „Wer einmal im Distanzunterricht ist, der bleibt auch dabei“, so die Schulamtsleiterin. Ein Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht ist nicht erlaubt. Ob die Eltern oder die Erziehungsberechtigten ihre Kinder in die Schule schicken, müssen sie der Schule generell schriftlich mitteilen.

Von der Möglichkeit, die Schüler vom Präsenzunterricht zu befreien, machten sowohl viele Eltern in den drei Grundschulen in Werne als auch an den weiterführenden Schulen Gebrauch, wie man mit Blick auf die Schülerzahlen im Distanzunterricht aus den Klassen 1 bis 7 erkennt: Wiehagenschule (203 Schüler daheim), Uhlandschule (201), Kardinal-von-Galen-Schule (65), St.-Christophorus-Gymnasium (182), Marga-Spiegel-Sekundarschule (151) und Anne-Frank-Gymnasium (110). Für die Schüler ab Klasse 8 gilt generell seit Montag der Distanzunterricht.

Es gibt nur wenige Anmeldungen für die Notbetreuung

Für die zusätzlichen Ferientage, 21. und 22. Dezember und 7. und 8. Januar, müssen die Schulen eine Notbetreuung für die Schüler aus den Klassen 1 bis 6 anbieten, wenn die Eltern keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder haben. Bisher habe es nur wenige Anfragen für eine Notbetreuung an den Werner Schulen an den vier unterrichtsfreien Tagen gegeben, erklärt Schulamtsleiterin Kathrin Kötter.

Sie nennt beispielhaft die Situation an der Kardinal-von-Galen-Schule in Stockum. Hier seien für Montag drei Kinder und zwei Kinder für Dienstag in der Notbetreuung angemeldet. Für die zusätzlichen Ferientage im Januar habe es bislang noch keine Anmeldung an der Grundschule gegeben, so Kötter weiter.

Die Zahlen sind als Momentaufnahme zu verstehen. Sie können sich stetig verändern. „Als Schulträger beobachten wir ganz genau die weitere Entwicklung und stehen im ständigen Kontakt mit den Schulleitungen“, so Kötter.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek
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